Schon heute stehen in der Stadt Zürich rund 1500 Leihvelos im öffentlichen Raum. Jeder und jede kann sie benutzen. Im kommenden Frühling sollen weitere 2200 Leihvelos dazukommen: der offizielle Veloverleih der Stadt Zürich.
Dass immer mehr Veloverleiher die Stadt Zürich als Testgelände nutzten, habe drei Gründe, sagt der Zürcher Wirtschaftspsychologe Christian Fichter: das gute Imaget, die kaufkräftige Bevölkerung und die Begeisterung fürs Velo, die hier herrsche.
Datenproblem wie sonst im Internet
Dass die Veloverleiher via ihre Apps auch Daten sammelten, dürfe man nicht überbewerten. Und die Gefahr, dass sie Daten über das Konsumverhalten ihrer Kunden an Dritte weiterverkauften, sei dieselbe wie bei anderen Anbietern im Internet. Die Kunden müssten allerdings die Möglichkeit haben, gegen einen Mehrpreis ihre Daten zu schützen.
Stadt sieht keinen Handlungsbedarf
Der Zürcher Tiefbauvorsteher Filippo Leutenegger betrachtet das Problem der Daten nicht als eines der Stadt. Bei Missbrauchsverdacht müsse der Datenschützer ermitteln. Die geltenden Abmachungen zwischen Stadt und Anbietern punkto Maximalbelegung des öffentlichen Raums seien Regulierung genug. Mehr brauche es nicht. Der Markt werde die Zukunft der Veloverleiher von selbst regeln.