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IKEA-Chefin tritt zurück
Aus Rendez-vous vom 20.08.2019. Bild: Keystone
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Ikea-Chefin Schweiz tritt ab Eine Frauenförderin durch und durch

Simona Scarpaleggia hat sich in den letzten neun Jahren mit Haut und Haaren für Gleichstellung eingesetzt. Nun hat sie ihren Rücktritt bekannt gegeben. Ein Porträt.

Neun Jahre lang hat Simona Scarpaleggia Ikea Schweiz geprägt; hat das Möbelhaus mit seinen rund 3000 Angestellten weiterentwickelt, den Verkauf von Bücherregalen, Sofakissen und Kinderbetten ins Internet gehievt. Jetzt zieht die 59-jährige Römerin weiter.

«Bei Ikea verläuft eine Karriere eben normalerweise international», erklärt sie im Interview mit SRF. Es sei deshalb jetzt Zeit für eine neue Herausforderung innerhalb des Konzerns. Scarpaleggia wird künftig bei Ikea global tätig sein und sich damit beschäftigen, wie die Digitalisierung die Arbeitswelt der Ikea-Angestellten verändern wird.

Ziel der Nachhaltigkeit kaum vollständig erreicht

Dass ihr die Angestellten immer schon wichtig waren, zeigt sich auch darin, wie Scarpaleggia Bilanz zieht zu ihrer Zeit als Chefin von Ikea Schweiz: Viele ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten sich entwickelt, hätten Karriere gemacht und zum guten Geschäftsgang beigetragen, so Scarpaleggia.

Einzig ihr Ziel, dass Ikea auch für Nachhaltigkeit stehen soll, hat sie kaum schon vollständig erreicht – steht Ikea doch nach wie vor primär für günstige, und damit auch schnelllebige Möbel.

Für Gleichstellung und Lohngleichheit

Die süditalienische, modisch-affine Managerin hat sich mit viel Energie auch über Ikea Schweiz hinaus engagiert – für Gleichstellung und Lohngleichheit. «Liefern statt lafern» war dabei ihr Motto: Bei Ikea Schweiz sind schon seit längerer Zeit auf allen Managementstufen Männer und Frauen gleich stark vertreten. Und vor zwei Jahren führte Scarpaleggia einen zweimonatigen Vaterschaftsurlaub ein – wobei sechs der acht Wochen vom Unternehmen finanziert werden.

Sie selber hat ebenfalls mit ihrem Mann Beruf und Karriere unter einen Hut gebracht: Sie haben drei inzwischen erwachsene Kinder. 2013 gründete sie zudem das Schweizer Frauenförderungs-Programm «Advance»: Dort vernetzen sich Managerinnen. Zudem hat sie zahlreiche Grosskonzerne ins Boot geholt mit dem Ziel, dass die Teppichetagen in der Schweiz weiblicher werden. Inzwischen ist sie sogar bei der UNO als Co-Präsidentin eines Programms zur Stärkung der Frauen engagiert.

Ikea Schweiz wird übrigens weiterhin von einer Frau geleitet: von der Schwedin Jessica Anderen.

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