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Nach Gewinneinbruch Raiffeisen baut bis zu 200 Stellen ab

  • Die Raiffeisen-Gruppe baut bis zu 200 Arbeitsplätze ab.
  • Grund für den Abbau ist ein Sparprogramm.
  • Bis 2020 will die drittgrösste Bankengruppe der Schweiz an die 100 Millionen Franken einsparen.
  • Ebenfalls heute wurde bekannt, dass der Raiffeisen-Verwaltungsrat 2018 knapp sechs Prozent mehr Entschädigung bezogen hat als im Vorjahr.

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Raiffeisen-CEO: «Die Gefahr von leeren Bürohäusern in St. Gallen besteht definitiv nicht.»
aus Regionaljournal Ostschweiz vom 04.04.2019. Bild: Keystone
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Beim geplanten Stellenabbau könne ein substanzieller Teil durch natürliche Fluktuation und Frühpensionierungen erreicht werden, schreibt Raiffeisen in einer Mitteilung. Nach der Erneuerung des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung sei es nun an der Zeit, die Organisation zu optimieren.

Konkret wird eine neue Organisationsstruktur mit verschiedenen neuen Departementen geschaffen. Zwei dieser neuen Departemente erbringen ausschliesslich Dienstleistungen «für die Bedürfnisse der Raiffeisenbanken» und für jene Kunden, die direkt von der Zentrale betreut werden. Die Neuorganisation soll per 1. Juli in Kraft treten.

Höhere Entschädigung für den Verwaltungsrat

Wie heute ebenfalls bekannt wurde, hat der Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz im Jahr 2018 eine Gesamtentschädigung von 2.71 Millionen Franken bezogen. Das sind 5.7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die drittgrösste Schweizer Bank begründet die Erhöhung unter anderem mit der hohen Frequenz an Verwaltungsrats- und Ausschusssitzungen sowie dem «intensiven Gremienaustausch».

Auch die regulatorischen Vorgaben und strukturellen Veränderungen hätten die Gesamtsumme der Vergütungen steigen lassen. Die Affäre Vincenz hatte sowohl im Verwaltungsrat als auch in der Geschäftsleitung der Bank im vergangenen Jahr zu einem grundlegenden Umbau, Rücktritten und Neuwahlen geführt.

Video
Aus dem Archiv: Gewinneinbruch bei Raiffeisen
Aus Tagesschau vom 01.03.2019.
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Am meisten verdiente mit 408'108 Franken der derzeitige Vizepräsident Pascal Gantenbein. Er agierte letztes Jahr zeitweise als Verwaltungsratspräsident ad interim. Der seit November amtierende Verwaltungsratspräsident Guy Lachappelle bezog rund 82'000 Franken. Sein Vorgänger Johannes Rüegg-Stürm kam 2017 auf eine Entschädigung von knapp 582'000 Franken.

Turbulentes 2018

Das Geschäftsjahr 2018 war durch zahlreiche Personalwechsel geprägt. Im März 2018 hatte Verwaltungsratspräsident Johannes Rüegg-Stürm wegen der Affäre um den früheren Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz seinen Hut nehmen müssen.

Im November hatte Raiffeisen Schweiz den früheren CEO der BKB Guy Lachappelle zum neuen Verwaltungsratspräsidenten gewählt. Ebenfalls im November war Bank-Chef Patrik Gisel von seinem Amt zurückgetreten.

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