- Der Schweizer Leitindex SMI verliert bis Börsenschluss am Freitagabend gut 5.1 Prozent an Wert.
- Grund sind unter anderem neue Zollankündigungen für die Pharmabranche.
- Auch andere europäische Börsen sind tief im Minus.
Die Panik an den Märkten zeigt sich auch am Volatilitätsindex VSMI, der allein am Freitag um fast 23 Prozent zulegte. Deutlich geben am Freitag die Schweizer Pharmatitel nach. Roche, Novartis, Sandoz, Sonova, Alcon, Straumann und Lonza verlieren – teilweise und zeitweise um 7 Prozent.
Der Grund: US-Präsident Donald Trump stellt in Aussicht, dass die Pharmabranche ebenfalls mit Zöllen wird rechnen müssen. Noch am 2. April hatte er sie explizit ausgeschlossen.
Nun sagt er an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One zu Journalisten und Journalistinnen: «Jetzt schauen wir uns die Pharmaindustrie an, und wir werden in naher Zukunft etwas ankündigen.»
Die Pharmabranche ist der bedeutendste Exportzweig der Schweiz. Sie steht für rund die Hälfte aller Ausfuhren. Auf Wochensicht beträgt das Minus des SMI nun gut neun Prozent, die Gewinne seit Jahresanfang sind damit praktisch ausradiert.
US-Börse wieder abgesackt
Andere Börsen haben noch deutlich mehr an Wert eingebüsst. Der Weltleitindex Dow Jones weist inzwischen ein klares Minus seit Jahresanfang auf: Er sackte nach Börsenbeginn um 18 Uhr Schweizer Zeit um weitere 3.6 Prozent auf 39.067 Zähler ab.
Am Vortag war der weltweit bekannteste Aktienindex bereits um 4 Prozent gefallen, nachdem Trump den Zollhammer verhängt hatte. Heute Freitag ist der Dow auf den niedrigsten Stand seit August vergangenen Jahres gefallen. Mit minus gut 5 Prozent droht dem Dow nun die verlustreichste Börsenwoche seit Oktober 2020.