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Bild 1 von 10. 1. Platz: Geberit. Ein Umsatzwachstum von 25,3 Prozent im zweiten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahr. Doch vorsicht vor zu viel Lob. Das Wachstum gelang dem Sanitärtechnikkonzern Geberit nur dank der Übernahme der finnischen Sanitec. Der Gewinn war nämlich gleich Null. Bildquelle: Keystone.
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Bild 2 von 10. 2. Platz: Adecco. Adecco verbuchte von April bis Juni 29,7% mehr Umsatz als in der Vorjahresperiode. Bildquelle: Keystone.
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Bild 3 von 10. 3. Platz: UBS. Die Wolken lichten sich: Organisch sind die Umsätze bei den Grossbanken am besten gediehen - hauptsächlich wegen der weltweit guten Lage der Finanzmärkte. Bildquelle: Keystone.
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Bild 4 von 10. 4. Platz: CS. Auch bei der Credit Suisse stehen die Signale definitiv nicht mehr auf rot: Sie verbuchte im zweiten Quartal 2015 8,1 Umsatzwachstum gegenüber der Vorjahresperiode. Ein weiterer Grund für die starke Entwicklung des Finanzsektors ist die tiefe Basis, von der viele Unternehmen starteten: Im Vorjahr kamen Abschreibungen und Neubewertungen hinzu. Bildquelle: Reuters.
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Bild 5 von 10. 5. Platz: Swatch. Der Uhrenkonzern Swatch steigerte seinen Umsatz um 4.6 Prozent - der Gewinn ging wegen der Frankenstärke jedoch um 10.2 Prozent zurück. Bildquelle: Keystone.
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Bild 6 von 10. 5.-letzter Platz: Actelion. Die Exporte des Basler Biotechkonzerns Actelion leiden ebenfalls. Der Umsatz ging im 2. Quartal 2014 gegenüber der Vorjahresperiode um 5.5 Prozent zurück. Bildquelle: Keystone.
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Bild 7 von 10. 4.-letzter Platz: Syngenta. Der Aggrochemie-Konzern Syngenta leidet - wie viele Exporteure - unter den schwächelnden Entwicklungsländern. Der Umsatz ging im 2. Quartal 2015 um 9 Prozent gegenüber 2014 zurück. Bildquelle: Keystone.
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Bild 8 von 10. 3.-letzter Platz: ABB. Von der Frankenstärke hat insbesondere die Maschinenindustrie gelitten. So auch die ABB: Der Umsatz ging von April bis Juni dieses Jahres im Vergleich zur Vorjahresperiode um 10.1 Prozent zurück. Bildquelle: Keystone.
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Bild 9 von 10. 2.-letzter Platz: Novartis. Der Umsatz des Pharmakonzerns Novartis ging im 2. Quartal 2015 um 13.3 Prozent zurück - im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist jedoch ein Ausreisser und nicht währungsgetrieben. Bildquelle: Reuters.
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Bild 10 von 10. Letzter Platz: Transocean. Rohstoffwerte wie der Ölförderkonzern Transocean hatten es schwer im letzten Quartal. Der Hauptgrund sind schwächelnde Abnehmermärkte - etwa jener von China. Bildquelle: Keystone.
Jetzt liegen die Quartalszahlen fast aller Schweizer Grossunternehmen vor. Noch fehlen die Zahlen von Swisscom; Julius Bär und Richemont präsentieren keine Quartalszahlen bzw. in einem anderen Rhythmus.
Laut Christian Gattiker, Chefstratege der Bank Julius Bär, sieht man die Auswirkungen des starken Frankens in den Bilanzen der Unternehmen sehr stark. In Franken gemessen sind die Umsätze gegenüber der Vorjahresperiode durchschnittlich um drei Prozent gesunken. Das Gewinnniveau konnten die Unternehmen jedoch halten.
Franken und China belasten
Von der Frankenstärke hätten die Exporte gelitten – insbesondere die Maschinenindustrie – so Gattiker. Aber nicht nur: «Bremsspuren konnte man auch bei anderen Betrieben beobachten, die von der globalen Konjunktur abhängen – wie Industriewerte und Automobil-Zulieferer.»
Die Schweizer Unternehmen haben laut Gattiker die Wachstumsschwäche Chinas sehr zu spüren bekommen: «In der Uhren-Industrie ging es sehr früh los, aber jetzt sieht man, dass es in die Breite geht; nicht nur im Luxussegment, auch Automobilzulieferer und Rohstofffirmen spüren die negativen Effekte.»
Die Negativzinsen hingegen seien noch kaum spürbar. Dies hänge allerdings auch damit zusammen, dass die Finanzdienstleister im Vorjahr gewisse Spezial-Effekten bilanziert hatten: etwa Abschreibungen und Neubewertungen. «Die Banken starteten von einem ziemlich tiefen Niveau. Der negative Effekt der Negativzinsen lässt sich also noch nicht abschätzen», führt Christian Gattiker weiter aus.
Aufholpotential gegenüber deutscher Börse
Die am SMI gelisteten Unternehmen haben ingesamt einen Umsatzrückgang verbucht, während jene des Deutschen Aktienindex (DAX) das beste Quartal aller Zeiten erlebten. Dies hätte aber weniger mit einer Schwäche von Schweizer Unternehmen zu tun, als vielmehr mit der gestiegenen Wettbewerbsfähigkeit von deutschen Unternehmen durch den schwachen Euro, meint Gattiker.
Die Schweizer Firmen könnten sehr wohl aufholen, insbesondere wenn der Schweizer Franken sich noch etwas abschwächen würde. Natürlich hingen die Gewinne auch von der globalen Verfassung der Wirtschaft ab, so Gattiker: «Sollte sich eine Stabilisierung abzeichnen, könnte 2016 um einiges besser werden.»
Versicherungen wurden in der Bildstrecke nicht berücksichtigt, da ihre Umsätze laut Christian Gattiker marktbedingt stark schwanken können.