So sieht der Cisalpino-Nachfolger aus
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Bild 1 von 9. 29 dieser Züge bestellt die SBB bei der Stadler Rail für 980 Millionen Franken. Ab 2019 kommen die bis zu 400 Meter langen Triebzüge mit gut 800 Sitzplätzen im Nord-Süd-Verkehr zum Einsatz. Heute fahren täglich rund 9000 Personen mit der SBB durch den Gotthard. Bis 2025 rechnet die Bahn mit einer Verdoppelung dieser Zahl. Bildquelle: SBB/Stadler Rail.
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Bild 2 von 9. Der Nachfolger des Cisalpinos hat eine Spitzengeschwindigkeit von 249 km/h. Gemäss Vertrag kann die SBB bis zu 92 weitere Züge dieses Typs bei der Stadler Rail in Auftrag geben. Insgesamt investiert sie in den nächsten Jahren durchschnittlich rund eine Milliarde Franken pro Jahr in Rollmaterial. Bildquelle: SBB/Stadler Rail.
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Bild 3 von 9. Dieses Bild präsentiert sich den Reisenden künftig beim Einstieg. Jede Zugskomposition wird je zwei rollstuhlgängige Toiletten sowie Durchgänge zwischen der 1. und der 2. Klasse und dem Speisewagen aufweisen. Weiter gibt es Ruhe-, Familien- und Businesszonen, Steckdosen an allen Sitzplätzen sowie Signalverstärker für guten Handyempfang unterwegs. Bildquelle: SBB/Stadler Rail.
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Bild 4 von 9. Blick in die 1. Klasse. «Wir wollen den besten Zug für unsere Kundinnen und Kunden. Bei der Gestaltung stand die Kundenorientierung im Vordergrund, zum Einsatz kommt bewährte Technik», sagt Jeannine Pilloud, Leiterin Personenverkehr bei der SBB. Bildquelle: SBB/Stadler Rail.
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Bild 5 von 9. Viel Beinfreiheit und grosse Ablageflächen bieten die Abteile in der 1. Klasse. Die Farben: bewährtes SBB-Anthrazit und Bordeauxrot. Bildquelle: SBB/Stadler Rail.
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Bild 6 von 9. Keine Experimente auch in der 2. Klasse. Die SBB hat sich für Züge mit Tiefeinstiegen entschieden, da diese einem Kundenbedürfnis von älteren Fahrgästen und Personen mit Gepäck oder Kinderwagen entsprechen. Es gibt geschlechtergetrennte Toiletten und ein elektronisches Fahrgastinformationssystem. Bildquelle: SBB/Stadler Rail.
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Bild 7 von 9. Im Speisewagen: weisse Tischtücher, edle Materialien. Schon in fünf Jahren rechnet die SBB mit mindestens 15'000 Reisenden pro Tag, die den Gotthard passieren. Die neuen Züge bieten rund 40 Prozent mehr Kapazität als die heutigen, 230 Meter langen Cisalpino-Kompositionen. Bildquelle: SBB/Stadler Rail.
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Bild 8 von 9. Mehr Platz für Koffer, Taschen und Ski-Ausrüstungen. Gemäss SBB stehen den Reisenden in den neuen Zügen grosse Gepäckablagen zur Verfügung. Bildquelle: SBB/Stadler Rail.
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Bild 9 von 9. Das Velo fährt mit: Wer sich im letzten Moment gegen einen Aufstieg auf den Gotthard via Tremola entscheidet, dem steht in den neuen Zügen ein geräumiges Abteil fürs Fahrrad zur Verfügung. Bildquelle: SBB/Stadler Rail.
Im Juni 2016 nimmt die SBB den Gotthardbasistunnel in Betrieb, mit 57 Kilometern der längste Eisenbahntunnel der Welt. Insgesamt 29 neue Triebzüge sollen ab Ende 2019 schrittweise auf der ausgebauten Nord-Süd-Achse in Betrieb genommen werden. Ausgeschrieben hatte die SBB den Auftrag vor zwei Jahren. Volumen: 980 Millionen Franken.
Den Zuschlag bekommen hat jetzt die Stadler Rail aus der Schweiz. Das schreibt das Unternehmen von alt Nationalrat Peter Spuhler (SVP) in einer Medienmitteilung.
Der neu entwickelte EC250 ist ein 200 Meter langer, elfteiliger Gliederzug mit einer Spitzengeschwindigkeit von 250 km/h. Die weltweit ersten einstöckigen Niederflur-Hochgeschwindigkeitszüge werden im Werk von Stadler Rail in Bussnang (TG) konstruiert.
Gemäss SBB fiel der Entscheid klar aus: «Stadler Rail hat die Vergabekriterien mit deutlichem Vorsprung am besten erfüllt und uns einen sehr kundenfreundlichen Zug offeriert», sagt CEO Andreas Meyer.
Die Rollmaterialhersteller Alstom und Talgo, die ebenfalls eine Offerte für den Grossauftrag eingereicht hatten, gehen leer aus.
Auftragseinbruch im 2012
«Wir sind sehr stolz, dass wir die hohen Anforderungen der SBB erfüllen konnten», sagt Peter Spuhler, der 2012 aus dem Nationalrat zurückgetreten ist, um sich ganz seinem Unternehmen zu widmen. Im gleichen Jahr brach der Auftragseingang gemäss Mitteilung vom mehrjährigen Durchschnitt von rund zwei Milliarden Franken auf nur noch 720 Millionen ein.
Stadler Rail reagierte auf die Krise mit einer Anpassung der Strategie: Neue Märkte, neue Segmente. Vor zwei Jahren gewann Stadler Rail den ersten U-Bahn Auftrag für Berlin und nun den ersten Auftrag im Fernverkehr bis 250 km/h. Peter Spuhler: «Wir sind überzeugt, dass wir diesen Zug mit gewissen Anpassungen auch erfolgreich in anderen Märkten verkaufen können.»
Der Auftrag der SBB trage positiv zur besseren Auslastung des grössten Stadler-Werkes in Bussnang ab Mitte 2015 bei, heisst es in der Mitteilung. Die Drehgestelle kommen aus dem Stadler-Werk in Winterthur. Zahlreiche Schweizer Zulieferer werden wichtige Komponenten liefern.