Historische Hotels in der Schweiz mit ihrer historischen Substanz beherbergen eine Fülle von Geschichten, Erlebnissen und Traditionen. Sie repräsentieren je eine bestimmte Zeit des Reisens, die Art des früheren Fremdenverkehrs und heutigen Tourismus oder sind Zeugen kultureller oder politisch relevanter Ereignisse.
Mit dem aufkommenden Tourismus im 19. Jahrhundert entstanden immer mehr Hotels. Diese grosse Anfangszeit der heute historischen Hotels endete jäh mit dem Ersten Weltkrieg. Daran anknüpfen konnten sie erst wieder ab den 1950er Jahren.
Hotel Blume – 600 Jahre altes Bäderhotel in Baden (AG)
Die «Blume» ist das einzige Hotel im Bäderquartier im aargauischen Baden, das seit seiner Entstehung ununterbrochen in Betrieb ist. 2021 feierte es seinen 600. Geburtstag.
Bäderhotel Blume, Baden (AG)
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Bild 1 von 7. Atrium. Das Atrium mit mediterranem Flair ist das Herzstück des Hotels. Es entstand 1872/73 durch die Erweiterung in zwei Etappen. Dabei liess sich der Architekt unter anderem von den italienischen Stadtpalästen des 15. und 16. Jahrhunderts inspirieren. Bildquelle: SRF.
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Bild 2 von 7. Der Haupteingang. Die Fassade mit dem Haupteingang lässt innen eher behäbige Stuben und ländliches Interieur, denn filigrane Metallkonstruktionen und einen prächtigen Saal erwarten. Bildquelle: Wikipedia/Voyager.
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Bild 3 von 7. Seitenfassade. Historische Hotels weisen in der Regel verschiedene Baustile auf. Das Hotel Blume beispielsweise hat gleich drei verschiedenartige Fassaden. Bildquelle: SRF.
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Bild 4 von 7. Der Grosse Heisse Stein. Unter diesem Stein auf dem Kurplatz gegenüber des Haupteingangs befindet sich die Thermalquelle, die bis heute die Bäder des Hotels Blume mit heissem Wasser versorgt. Bildquelle: SRF.
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Bild 5 von 7. Der Speisesaal. Der grosse Speisesaal erstrahlt seit 2021 in neuem Glanz. Bildquelle: SHH / FSHH.
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Bild 6 von 7. Renovationen. Renovationen in historischen Hotels sind aufwändig und benötigen viel kunsthistorisches Wissen und handwerkliches Können. Bildquelle: SHH / FSHH.
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Bild 7 von 7. Limmat. Ganz in der Nähe des Hotel Blume fliesst die Limmat. Bildquelle: SRF.
Das elegante Atrium ist sein eigentliches Markenzeichen: ein rechteckiger Innenraum in der Mitte des Gebäudes. Der Belle-Époque-Saal erstrahlt seit ein paar Jahren wieder im Originalzustand von 1872. Die kleinen Badekammern im Keller stammen noch aus der Boomzeit der Badekuren Ende des 19. Jahrhunderts. Hier fliesst bis heute Thermalwasser aus der Quelle «Grosser Heisser Stein» am Kurplatz.
«Wirkt gegen Kälte des Hirns und trocknet das Fleisch»
Bis in die frühe Neuzeit wurde komplett anders als heute zur Kur gebadet. Die Kurgäste damals tummelten sich in riesigen Gemeinschaftsbädern. Vor allem blieben sie fast den ganzen Tag über im heissen Thermalwasser. Damit wollte man einen sogenannten Badeausschlag provozieren, der die schlechten Säfte herausziehen und von allerlei Zipperlein befreien solle.
Illustre Gäste in der «Blume» und ein Mord
Es gibt Mythen und Anekdoten, zum Beispiel zum Mord an Ritter Gotthard II. aus Breiten-Landenberg im Jahr 1526. Dieser wurde mutmasslich vom damaligen Blumenwirt Jakob Seeholzer erstochen. Über die Hintergründe gibt es lediglich Hypothesen: Hatte Gotthard zu stark um die Wirtin gebuhlt? Ging es um sein Vermögen? Ging es um Erbstreitigkeiten, bei der die «Blume» involviert war?
In neuerer Zeit haben prominente Gäste ihre Aufwartung gemacht, wie etwa Alt-Bundesrätin Doris Leuthard, der ehemalige Radrennfahrer Fabio Cancellara, Rapper Stress, die Rockband Plüsch, der Schriftsteller Hermann Hesse oder der Maler Carl August Liner.
Das Erhalten der historischen Substanz als Daueraufgabe
Die Hoteldirektoren Patrik Erne und sein Bruder Silvio führen das Hotel seit 2002 in zweiter Generation. Die «Blume» als historisches Hotel mit grossem Aufwand erhalten, haben sie sich auf die Fahne geschrieben. Auch wenn dies mit viel Aufwand verbunden ist. Als Pflanzenliebhaber ist der Hoteldirektor Patrik Erne für das Giessen von rund 120 Pflanzen im mediterranen Innenhof höchstpersönlich zuständig. Als wäre alles andere nicht schon genug Arbeit.
Das Hotel Terrasse in Vitznau (LU) ist Teil der Tourismusgeschichte
1871 startete die erste Bergbahn Europas von Vitznau auf die Rigi. Zwei Jahre später eröffnete in Vitznau die Hotel-Pension Rigibahn, das heutige Hotel Terrasse. Hotel und Bahn sind historisch eng miteinander verzahnt und beide repräsentieren die Zeit der ersten Pauschalreisen von Thomas Cook und die Zeit, in der die Schweiz zum europäischen Tourismusmagnet mutierte.
Hotel Terrasse in Vitznau
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Bild 1 von 10. Das Rondell. Das in den See vorgelagerte Rondell ist das Markenzeichen des Hotels. Rechts vom Hotel, in unmittelbarer Nähe, sind der Bahnhof der Rigi-Bahnen als auch die Anlegestelle der Schifffahrtsgesellschaft mit ihren Raddampfern. Bildquelle: Swiss Historic Hotels.
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Bild 2 von 10. Die Gartenwirtschaft. Die 2021 restaurierte Gartenwirtschaft war früher ein Vorplatz mit Kastanienbäumen. Bildquelle: Pia Nussbaumer Scherrer.
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Bild 3 von 10. Hotel Terrasse heute. Das Hotel Terrasse wäre für Investoren ein begehrtes Objekt. Daraus liessen sich teure private Appartements an begehrter Seelage bauen. Das «Terrasse» wurde aber dieser Spekulation entzogen. Es bleibt als Hotel ein Zeitzeuge der Goldenen Jahre des Tourismus des 19. Jahrhunderts. Geführt wird es heute interimistisch durch die Historic Hotels AG. Bildquelle: RIGI-BAHNENAG / Switzerland_Tourism / Nicole Schafer.
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Bild 4 von 10. Hotel Terrasse heute. Die Zimmer sind sorgfältig renoviert und mit Möbeln aus der Zeit bestückt. Bildquelle: SRF.
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Bild 5 von 10. Hotel Terrasse heute. Die Betten sind aus der Zeit und deshalb für Menschen von heute zu kurz. Deshalb wurden sie verlängert. Bildquelle: SRF.
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Bild 6 von 10. Das Hotel im Herzen der Innerschweiz. Kolorierte Aufnahme um 1880. Bildquelle: ZVG.
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Bild 7 von 10. Die Dampfschifffahrt als Nachbarin. Das Hotel profitierte und profitiert bis heute von seiner privilegierten Lage am Fusse der Rigi und am Ufer des Vierwaldstättersees. (Postkarte von 1908). Bildquelle: ZVG.
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Bild 8 von 10. Die Rigibahn als Nachbarin. Hotel Pension Rigibahn – heute Hotel Terrasse – mit offener Drehscheibe der Rigibahnen. Bildquelle: ZVG.
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Bild 9 von 10. Die Rigi-Bahn als erste Besitzerin. Gebaut und unterhalten würde das Hotel Terrasse von den Rigi-Bahnen. Bildquelle: SRF.
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Bild 10 von 10. Der Lift. Der historische Lift war nicht behindertengerecht, sprich: zu schmal. Eine neue Lifthülle wurde eingebaut und der alte Innenlift, mit versteckten Anpassungen hineinmontiert. Bildquelle: SHH / FSHH.
Die ehemalige Pension liegt am Vierwaldstättersee, mit Dampfschiff und Dampfzug vor der Haustüre. Wer dort früher alles abstieg, ist nicht belegt. Als einfache Pension zog sie keine Berühmtheiten an.
Zeitzeuge der Architektur
Die Pension Rigibahn wurde im damals üblichen Stil des Späthistorismus gebaut. 1901 wurde der Bau um ein Geschoss und einen Eckturm erweitert, Balkone wurden angebaut und Fensterformen modernisiert. Was das heutige Hotel Terrasse auszeichnet, ist der in den See ragende Rondellsaal von 1929, im Stile des sogenannten Neuen Bauens.
Das grosse Wandbild, die runde Deckenlampe sowie die Möbel von Designer Max Häfeli, produziert von der Firma Horgenglarus, sind bis heute erhalten.
Erstes Dancing der Innerschweiz
Das Rondell wurde tagsüber als Speisesaal und abends als erstes und einziges Dancing der Innerschweiz genutzt.
Das historische Hotel restaurieren und mit Leben füllen
Von 2003 bis 2022 waren Roland Scherrer und Pia Nussbaumer Scherrer Gastgeber im Hotel Terrasse am See. Die beiden führten das kleine Hotel sehr persönlich.
«Wir waren fast rund um die Uhr im Hotel präsent», erzählen sie heute. Unter ihrer Leitung wurde das Hotel fortlaufend und mit viel Engagement im historischen Stil restauriert. Vor ihrer Pensionierung sorgten sie dafür, dass das Terrasse auch in Zukunft als Hotel bestehen bleibt.
Villa Carona im Tessin
Jörg und Cornelia Deubner kommen beide aus dem Hotelgewerbe. Auf der Suche nach einem eigenen Hotel in den Nullerjahren fanden sie die Villa Carona in der Nähe von Lugano.
«Mit 18 Zimmern ist das Hotel etwas klein, aber wir haben uns in das Hotel verliebt», sagen sie.
Neues Leben eingehaucht
Da beide für Renovationen immer wieder auch selber Hand anlegen, fanden sie eines Abends Blumenmuster unter einer weissen Deckschicht.
Villa Carona
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Bild 1 von 8. Villa Carona. Das Hotel Villa Carona wurde in den letzten rund zehn Jahren sorgfältig renoviert. Historische Böden wurden freigelegt und illusionistische Malereien an Wänden und Decken wieder sichtbar gemacht. Bildquelle: Villa Carona.
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Bild 2 von 8. Villa Carona. Der Empfangsraum mit Rezeption erhielt wieder seine historische Erscheinung: Böden aus Tessiner Stein, Wände mit traditionellem Verputz und Decken aus Kastanienholz, sowie mit Stuckaturen und Malereien. Bildquelle: Villa Carona.
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Bild 3 von 8. Villa Carona. Dass es in Carona durch die Zeiten immer wieder hervorragende Stuckateure gegeben hatte, sieht man auch in der Villa Carona. Bildquelle: SHH / FSHH.
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Bild 4 von 8. Villa Carona. Bei der Renovation kamen zahlreiche Decken- und Wandmalereien zum Vorschein. Bildquelle: Villa Carona.
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Bild 5 von 8. Villa Carona. Diese Deckenmalerei wartet noch auf ihre Restaurierung. Bildquelle: SRF.
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Bild 6 von 8. Villa Carona. Jörg und Cornelia Deubner. Bildquelle: SRF.
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Bild 7 von 8. Villa Carona. Das Hotel Villa Carona grenzt unmittelbar an den alten Dorfkern von Carona an. Bildquelle: SSRF.
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Bild 8 von 8. Villa Carona. Vor 1951 war das Hotel ein privater Herrschaftssitz. Aufnahme: undatiert. Bildquelle: SRF.
Dies bestärkte sie in ihrer Absicht, das Haus, quasi Zimmer für Zimmer, als historisches Hotel zu restaurieren und zu erhalten. Heute sind alle Gästezimmer mit historischen Möbeln ausgestattet, zahlreiche historische Böden freigelegt und illusionistische Malereien an Wänden und Decken wieder sichtbar gemacht.
Die Villa Carona ist ein ehemaliges Herrschaftshaus
Das Hotel war ursprünglich das Herrschaftshaus einer Caroneser Unternehmerfamilie, die in Mailand ihre Geschäfte tätigte und es für die Sommerfrische benutzte.
Das zweistöckige, würfelförmige Haus steht inmitten einer grossen Gartenanlage mit Blick auf den Monte Generoso und die Tessiner Bergwelt. Erst 1951 etablierte sich in der Villa Carona ein Hotelbetrieb.
Die reich mit Malereien und Stuckaturen verzierte Villa Carona steht unmittelbar neben dem alten Kern des Dorfes Carona, flankiert von verschiedenen weiteren Villen im Dorfkern. Sie alle zeugen von einer architektonisch reichen Vergangenheit. Caroneser Handwerker gingen früher als Stuckateure, Steinmetzen, Bildhauer und Architekten ins Ausland und machten Karriere. Sie kehrten reich und berühmt zurück und bauten hier ihre kunstvollen Villen.
Carona, das «Dorf der Künstler», war später stets auch Rückzugsort und Treffpunkt von Künstlerinnen und Künstler, wie Lisa Tetzner und Kurt Held, Hermann Hesse, Lisa Wenger, Meret Oppenheim, David Weiss, Markus Raetz und vielen mehr.
Das Hotel Regina in Mürren (BE) und der emotionale Wert eines Hotels
Das Hotel Regina in Mürren mit Baujahr 1895 gehört zu den Urgesteinen des Bergdorfes im Berner Oberland. Ursprünglich als Pension gebaut, mit rotbrauner Schindelfassade, einem geschwungenen Dach und mit Blick auf das Jungfraumassiv, ist es heute ein historisches Hotel der Mittelklasse; geführt als Kulturhotel.
Hotel Regina Mürren
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Bild 1 von 14. Hotel Regina. Das Hotel Regina startete als einfache Pension im Jugendstil. Sie ist Teil der Geschichte des Schweizer Skitourismus. Bildquelle: SRF.
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Bild 2 von 14. Der Blick aufs Jungfraumassiv. Der Blick aus dem Hotel geht direkt aufs Jungfraumassiv. Bildquelle: SRF.
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Bild 3 von 14. Peter und Gisela Vollmer. Sie stehen hinter der Rettung des Hotels Regina, mit Rat, Tat und viel Herzblut: Peter und Gisela Vollmer aus Bern. Bildquelle: SRF.
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Bild 4 von 14. Zimmer mit Lavabos aus der Zeit. Jedes der 50 Zimmer ist einfach, aber stilvoll gehalten. Die Waschbecken sind aus der Zeit. Bildquelle: Hotel Regina.
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Bild 5 von 14. Lavabos. Die Lavabos aus der Zeit wurden sorgfältig restauriert. Bildquelle: SRF.
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Bild 6 von 14. Originaltapete. In ein paar Zimmern kam bei der Renovation Originaltapete zum Vorschein, die diese Zimmer heute wieder bestimmt. Bildquelle: Matthias Vollmer.
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Bild 7 von 14. Wandverzierungen. Bei der sanften Renovation des Hotels über Jahre hinweg wird auch auf Details wie Ornamente geachtet. Bildquelle: SRF.
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Bild 8 von 14. Der Speisesaal 2024. Der Speisesaal mit den Originalleuchtern ist das Prunkstück des Hotels. Bildquelle: SRF.
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Bild 9 von 14. Der Speisesaal früher. So sah der Speisesaal vor 1966 aus. Bildquelle: Hotel Regina.
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Bild 10 von 14. Der Salon 2024. Die Zeit im Salon scheint stillgestanden zu sein. Bildquelle: SRF.
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Bild 11 von 14. Der Salon früher. Der Salon – frühe Aufnahme, Datum unbekannt. Bildquelle: Hotel Regina.
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Bild 12 von 14. Blick früher auf das Hotel Regina. Blick auf das Hotel Regina (rechts), undadiert. Bildquelle: Sammlung Blaser Sibold / Glaser.
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Bild 13 von 14. Der Hotelgarten. Der hoteleigene Garten liefert Gemüse, Kräuter und Blumen für die Hotelküche. Bildquelle: SRF.
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Bild 14 von 14. Sir Albert Lunn. Das Regina und die anderen Hotels in Mürren entstanden wegen des aufkommenden Skitourismus. Sir Albert Lunn forcierte das Downhill beim Skifahren und erfand, zusammen mit dem Mürrener Walter Amstutz, den alpinen Slalom. Sein Gedenkstein steht beim BLM-Bahnhof in Mürren. Bildquelle: SRF.
Dieses und andere Hotels im Berner Oberland sind ohne den damals aufkommenden Skitourismus der Engländer nicht denkbar. Mürren war der Geburtsort des alpinen Slaloms.
Gäste retten das Hotel vor der Spekulation
Das Hotel Regina aus der Belle Époque mit seinen 50 Zimmern stand 2014 zum Verkauf. Peter und Gisela Vollmer aus Bern waren damals mit ihren Kindern seit vielen Jahren Stammgäste. «Das Regina hat einen eigenen Charme und eine besondere, familiäre Atmosphäre.
Wir konnten uns nicht vorstellen, dass das Hotel eines Tages vielleicht ein Haus für Eigentum-Appartements geworden wäre», erzählen beide und kommen dabei noch immer sichtlich in Fahrt. Deshalb gründeten die beiden, zusammen mit anderen Gästen, eine AG und kauften das heruntergekommene Hotel.
Seither wird das Hotel sanft und nachhaltig renoviert. Neben professionellen örtlichen Handwerkern helfen auch Gäste tatkräftig mit.
Anpacken für das Wohl des Hotels
Seit Jahren finden regelmässig Bauwochenende im Regina statt. Gäste reparieren, streichen, nähen und gärtnern unter kundiger Anleitung.
Bauwochenende mit Freiwilligen
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Bild 1 von 3. Bauwochenende. «Wir mussten zu Beginn ausprobieren, was hier oben überhaupt wächst. Die Ernte aus dem Garten kommt auf die Teller der Hotelgäste.» (Beate und Jürgen Grabbe (Hägglingen (AG. Gartengruppe, Nähgruppe, Malergruppe). Bildquelle: SRF.
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Bild 2 von 3. Bauwochenende. «Meine Frau und ich haben mit Elan mitgeholfen. In Erinnerung geblieben sind mir die schönen roten Gartenstühle auf der Terrasse. Sie neu zu streichen. war ein grosser Aufwand. Ganz am Anfang herrschte da und dort Skepsis: schaffen wir das, bringt das etwas? Aber jeder und jede packte an und wir waren sehr produktiv.» (Christoph Zeller, Zürich). Bildquelle: SRF.
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Bild 3 von 3. Bauwochenende. «Ich bin noch nicht lange dabei und unterdessen in der «Armaturengruppe». Die Wasserhähne gilt es immer wieder einmal neu zu justieren und zu befestigen. Wir reparieren und renovieren, damit sich die Gäste wohlfühlen, und dass die Angestellten nicht zu viel Ärger haben.» (Karl Kargerer, Trimbach (SO), «Armaturengruppe» Bauwochenende). Bildquelle: SRF.
Auch unter den tatkräftigen Gästen befinden sich Profis, wie zum Beispiel Architektinnen und Restauratoren. Koordinatorin Gisela Vollmer ist Architektin und Raumplanerin. Das Hotel lebt so, trotz kleinem Renovationsbudget, als historisches Hotel weiter.
Historischer Hotels schützen und beleben
«Historische Hotels» sind nicht einfach in die Jahre gekommenen Hotels wie früher, sondern Hotels, deren bauliche Vergangenheit mit Akribie erhalten und gepflegt wird.
Historische Hotels» sind nicht einfach in die Jahre gekommenen Hotels wie früher, sondern Hotels, deren bauliche Vergangenheit mit Akribie erhalten und gepflegt wird.
Gleichzeitig sind sie nicht bloss museale Zeugen der Vergangenheit, sondern Teil des Schweizer Hoteltourismus», sagt der Architekturhistoriker und Denkmalpfleger Roland Flückiger.