Rückblick: «sportpanorama»-Serie mit Del Curto
Die Spielerkarriere von Arno Del Curto dauerte nicht lange. Während seiner Zeit beim ZSC in der Nationalliga B wurde der damals 21-Jährige von einer schweren Verletzung gestoppt. Der Fussgelenkbruch bedeutete das frühe Karriereende.
1992: Erster grosser Erfolg mit dem ZSC
Die Erfolge, die ihm als Spieler verwehrt blieben, holte er in den kommenden über 40 Jahren als Trainer nach. Nach mehreren Engagements in Amateurligen gelangte er über B-Ligist Herisau 1991 zu seinem früheren Klub ZSC. Bei den Zürchern feierte er gleich in seiner 1. Saison seinen bis dahin grössten Erfolg. Im Playoff-Viertelfinal bezwang der ZSC unter Del Curto das damals übermächtige Lugano.
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Bild 1 von 8. Der Anfang einer Erfolgsgeschichte. 1996 unterschrieb Arno Del Curto beim HC Davos. In seiner 1. Saison führte er die Bündner bis in den Playoff-Halbfinal. Bildquelle: Keystone.
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Bild 2 von 8. Der 1. Titel. Im Jahr 2000 konnte Del Curto am Spengler Cup mit dem HCD seinen 1. Titel feiern. Im Final besiegte der HCD das Team Canada mit 4:2. Bildquelle: Keystone.
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Bild 3 von 8. Der 1. Meistertitel. In der Meisterschaft musste sich Del Curto noch ein weiteres Jahr gedulden. In der Saison 2001/02 holte er mit seinem Team dank einem 4:0-Sieg in der Finalserie gegen die ZSC Lions den 1. von insgesamt 6 Titeln. Bildquelle: Keystone.
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Bild 4 von 8. Der verlängerte Arm. In seiner Amtszeit trainierte Del Curto beim HCD zahlreiche namhafte Spieler. Sein wohl wichtigster Schützling und Weggefährte in Davos war der 2015 zurückgetretene Reto von Arx. Bildquelle: Keystone.
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Bild 5 von 8. Die Wertschätzung. Die Arbeit von Del Curto in Davos wurde auch von Fans und Journalisten gewürdigt. 2007 und 2011 wurde er zum Schweizer Trainer des Jahres gewählt. 2009 erhielt er zudem die Auszeichnung zum besten Hockey-Trainer Europas. Bildquelle: Keystone.
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Bild 6 von 8. Der letzte grosse Sieg. Am 11. April 2015 feierte Del Curto mit dem HCD den letzten von insgesamt 6 Meistertiteln. Im Final gewannen die Bündner die Serie gegen die ZSC Lions mit 4:1. Bildquelle: Keystone.
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Bild 7 von 8. Der internationale Erfolg. In der Saison 2015/16 sorgte Del Curto mit dem HCD auch in der Champions Hockey League für Furore. Die Landwassertaler scheiterten erst im Halbfinal am späteren Sieger Frölunda aus Schweden. Bildquelle: Keystone.
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Bild 8 von 8. Der Abschied. In der aktuellen Saison kam der HCD nie richtig auf Touren. Nach nur 20 Punkten aus 21 Spielen gab Del Curto nach über 22 Jahren an der Davoser Bande am 27. November seinen Rücktritt bekannt. Bildquelle: Keystone.
1996: Start einer Ära
1994 endete Del Curtos Zeit in Zürich. Er trainierte daraufhin den EHC Bülach, den HC Luzern sowie die Schweizer U20-Nati, ehe er 1996 einen Vertrag beim HC Davos unterschrieb. Bei den Bündnern sollte er in der Folge während über 22 Jahren die Geschicke leiten und den Klub sowie das ganze Schweizer Eishockey massgeblich prägen.
Bis zu seinem Rücktritt am 27. November 2018 feierte Del Curto mit dem HCD eine einzigartige Erfolgsgeschichte:
- 6 Mal holte Del Curto mit den Davosern den Schweizer Meistertitel (2002, 2005, 2007, 2009, 2011, 2015).
- 5 Mal feierte er mit dem HCD den Titel am Spengler Cup (2000, 2001, 2004, 2006, 2011).
- In der Saison 2015/16 führte der Engadiner Davos bis in den Halbfinal der Champions Hockey League.
2018: Die Krise
In der laufenden Saison geriet der HC Davos schon früh in Rücklage. Mit nur 20 Punkten aus 21 Spielen steckt der Rekordmeister in seiner schwersten sportlichen Krise seit den 1980er-Jahren. Obwohl zuletzt eine leichte Aufwärtstendenz zu erkennen war, zog Del Curto nun einen Schlussstrich.
Arno war weit mehr als nur ein Erfolgstrainer.
In Davos bleiben nach Del Curtos Rücktritt aber nicht die letzten schwierigen Wochen haften, sondern das Gesamtwerk des 62-Jährigen. «Arno war […] weit mehr als nur ein Erfolgstrainer. Einzigartig die leidenschaftliche Art, mit der er seine Spieler formte. Und mit einem ausgeprägten, offensiven Tempospiel hat er nicht nur die HCD-Fans, sondern sämtliche Anhänger von attraktivem, spektakulärem Eishockey während vieler Jahre begeistert.»
Sendebezug: SRF 1, sportaktuell, 24.11.18, 22:00 Uhr