Star-Trainer Pep Guardiola und Manchester City stehen nach dem frühen Champions-League-Aus vor einem Scherbenhaufen – und in den englischen Medien massiv in der Kritik. Es herrsche nun die Gewissheit, dass Guardiolas bestes Team offiziell am Ende sei, schrieb der Guardian nach der 1:3-Niederlage im Playoff-Rückspiel bei Real Madrid.
Ein Akt sportlicher Grausamkeit.
Guardiola hatte die Chance auf ein Weiterkommen auf ein Prozent beziffert. Genauso spielte sein Team auch. Die Partie am Mittwochabend sei ein «Akt sportlicher Grausamkeit gewesen», hiess es in einem bissigen Kommentar. Man habe dabei zusehen können, wie die Real-Profis «einem auberginefarbenen Schmetterling ganz langsam die Flügel ausreissen». Eine «klägliche» Niederlage sei es gewesen, so The Telegraph.
City habe «die weisse Fahne geschwenkt», schrieb die Times. Reals Superstar Kylian Mbappé habe die Gäste mit seinem Hattrick «zerstört», urteilte der Mirror. City sei in Stücke zerlegt worden, hiess es bei der Daily Mail.
Unser schlechtestes Jahr.
Guardiola selbst wirkte direkt nach dem «Königsklassen»-K.o. des englischen Meisters zunächst frustriert, kurz später dann aber recht gefasst. Das beste Team habe gewonnen und das Weiterkommen verdient, meinte er und fügte an: «Wenn du 22. wirst, passiert das, weil du nicht gut warst. Es war unser schlechtestes Jahr.»
Braucht das Team einen Neuaufbau?
Eine realistische Titelchance bleibt Manchester City nur noch im FA Cup, wo man im Achtelfinal steht. Ob das Team einen Neuaufbau brauche oder sich wieder zusammenraufen könne, wollte Guardiola vorerst nicht beantworten. Man habe noch Zeit, meinte der 54-Jährige. Ein Ziel müsse sein, sich in der verbleibenden Premier-League-Saison zunächst erneut für die «Königsklasse» zu qualifizieren.