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Stimmen zur Nati-Niederlage Pia Sundhage, sind Sie besorgt? «Nein, aber es gibt viel Arbeit»

Der Nati fehlt die offensive Durchschlagskraft. Das hat das Frankreich-Spiel erneut offenbart. Pia Sundhage weiss das.

Am Ende standen bei der Schweiz vier Torabschlüsse zu Buche. Sicherlich kein Topwert, aber durchaus etwas, womit man arbeiten kann. Zum Vergleich: Die Französinnen schossen nur dreimal auf das Tor von Elvira Herzog. Im Gegensatz zur Schweiz resultierten auf französischer Seite daraus aber zwei Treffer.

Mangelnde Abschluss-Qualität

Das Nations-League-Spiel in St. Gallen hat zum wiederholten Mal das aktuell grösste Manko der Schweizerinnen offenbart: Die praktisch nicht vorhandene Durchschlagskraft in der Offensive. Zwar kombinierten sich die Schützlinge von Pia Sundhage das eine oder andere Mal in die Nähe des gegnerischen Sechzehners. Die wenigen Abschlüsse brachten die französische Schlussfrau Pauline Peyraud-Magnin aber bei weitem nicht ins Schwitzen.

Die fehlende Effektivität im letzten Drittel war denn auch das grosse Thema unmittelbar nach dem Spiel. Sundhage sieht vor allem zwei Baustellen: «Erstens: Wenn wir einmal die Chance auf einen Konter haben, müssen wir diesen viel besser ausspielen. Und zweitens muss unsere Abschluss-Qualität im Allgemeinen grösser werden», analysiert die Trainerin im SRF-Interview.

Noch 90 Tage bis zum EM-Auftakt

Die Harmlosigkeit im Spiel nach vorne bereite ihr zwar (noch) keine Sorgen, so Sundhage weiter. Allerdings müsse sie gemeinsam mit dem Team nun Lösungen suchen und finden, um vorne gefährlicher zu werden. «Es ist augenscheinlich, wir haben in unseren Reihen keine Torjägerin. Also ist es sehr wichtig, dass wir im Angriff einen sehr guten Plan haben. Daran müssen wir arbeiten», meint die Schwedin an der Seitenlinie.

Allzu viel Zeit dafür bleibt der Schweiz nicht. In exakt 90 Tagen steigt in Basel das Eröffnungsspiel der Heim-EM gegen Norwegen. Dann wolle man bereit und konkurrenzfähig sein, so Sundhage. Sie betont aber auch, dass für sie diese Nations-League-Partien von Bedeutung sind, zumal sie dazu dienen sollen, den Konkurrenzkampf innerhalb des Nationalteams zu befeuern.

Das sagen die Nati-Spielerinnen zum Frankreich-Spiel

Neue Gesichter im Island-Spiel

Noch immer wartet die Schweiz im EM-Jahr auf einen Sieg. Verspürt die Nati-Trainerin der durchzogenen Resultate wegen Druck? «Natürlich verspüre ich Druck, so soll es auch sein. Sonst könnte ich sonst was machen. Man muss den Druck annehmen», so Sundhage.

In der Nations League steht die Schweiz mit nur einem Punkt aus den drei bisherigen Partien bereits gehörig unter Druck. So sehr, dass die Auswärtspartie in Island am Dienstag fast schon zu einem «Final» um den Klassenerhalt in der Liga A wird.

Am Dienstag in Reykjavik werden dann andere Spielerinnen die Chance bekommen, es besser zu machen. Dies kündigte Sundhage unmittelbar nach dem Frankreich-Spiel an: «Ihr werdet einige neue Gesichter in der Startelf sehen.»

Nations League Frauen

SRF zwei, Sportlive, 04.04.2025, 20:00 Uhr ; 

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