- Basel zieht gegen Étoile Carouge den Kopf aus der Schlinge und steht im Halbfinal des Schweizer Cups.
- Das Team von Trainer Fabio Celestini dreht das Spiel mit drei späten Toren (83./85./87.).
- Im zweiten Cupspiel vom Mittwochabend gelingt Biel gegen Lugano die Sensation.
Bis zur 83. Minute lag die Cup-Sensation in der Luft. Étoile Carouge führte gegen den FC Basel verdient mit 1:0. Doch dann meldeten sich die «Bebbi» doch noch an – und wie: Dank dreier Tore innert 3:50 Minuten verhinderten sie die Blamage in extremis. Gabriel Sigua (83.) und Kevin Carlos (85./87.) rissen das Ruder herum.
Die Genfer verpassten es damit, sich für einen starken Auftritt zu belohnen. In der ersten Halbzeit waren sie es, die wie Oberklassige aufgetreten waren: Schon in der 2. Minute wurde es für FCB-Goalie Mirko Salvi ein erstes Mal gefährlich: Altmeister Vincent Rüfli (37) zog aus der Distanz ab.
Ninte schnuppert – Shaqiri verschiesst
Je länger die erste Hälfte dauerte, desto brenzliger wurde es auch für die «Bebbi». Marculino Ninte schrammte in der 37. Minute am 1:0 vorbei, unmittelbar vor der Pause kam Usman Simbakoli dem Führungstor für den Challenge-Ligisten nahe.
Nach der Pause taten die Basler alles, um die Hierarchie wieder zurechtzubiegen: Sie kesselten Carouge im eigenen Strafraum ein – und in der 48. Minute konnte sich Nassim Zoukit gegen Carlos nur mit einem Foul wehren. Die Folge: Penalty. Xherdan Shaqiri lief an, sein halbhoher Abschluss wurde zur Beute von Carouge-Goalie Signori Antonio.
Correias Traumtor nur ein schwacher Trost
Dieser Nackenschlag brachte die Basler aus dem Tritt. Statt weiter aufs Gaspedal zu drücken, liess man die Hausherren gewähren – mit Folgen: In der 55. Minute hatte Oscar Correia seinen grossen Auftritt. Der Carouge-Flügel fand auf der rechten Seite viel Platz vor sich. Er pirschte in den Strafraum vor, während Dominik Schmid auf Abstand ging, und zirkelte die Kugel wunderschön in die entfernte Torecke.
Es wäre ein herrliches, goldenes Tor für den Unterklassigen gewesen. Doch die Basler hatten mit ihrem Schlussfurioso die passende Antwort parat.