Zum Inhalt springen

2:2 im Letzigrund Schlussoffensive sei Dank: Der FCZ hält sich Lausanne vom Leib

Die ersten Zuschauer machten sich im Letzigrund schon auf den Nachhauseweg. Die Chance, dass der FCZ gegen Lausanne noch zu Punkten kommt, war in der Schlussphase auf ein Minimum gesunken. 0:2 lag das Heimteam zurück, richtig gefährlich waren die Zürcher zuvor nur selten geworden.

Doch die Mannen von Trainer Ricardo Moniz bewiesen im Letzigrund Moral und kamen spät doch noch zum Ausgleich. Bei beiden Toren hatte FCZ-Torhüter Yanick Brecher seine Füsse im Spiel:

  • 89. Minute: Der aufgerückte Brecher spediert den Ball aus der eigenen Hälfte in Richtung Lausanner Strafraum. Die Abwehr der Gäste ist sich uneinig, Steven Zuber reagiert gedankenschnell. Der ehemalige Nationalspieler ist am schnellsten am Ball und trifft zum 1:2.
  • 95. Minute: Tief in der Nachspielzeit ist es erneut Brecher, der den Ball weit in die gegnerische Hälfte spielt. Vincent Nvendo verlängert per Kopf zu Lindrit Kamberi, der zum umjubelten Ausgleich trifft.

Das späte 2:2 ist für den FCZ Gold wert. Statt die siebtplatzierten Lausanner auf zwei Punkte heranrücken zu lassen, beträgt der Vorsprung drei Runden vor der Tabellenteilung weiter 5 Punkte.

FCZ spielt und patzt

Für Lausanne muss sich das 2:2 wie eine Niederlage anfühlen. Obwohl nur selten am Ball, hatten die Waadtländer lange wie der sichere Sieger ausgesehen. Lausanne war kaltschnäuzig und hatte zwei Zürcher Eigenfehler gnadenlos ausgenützt. Beim 1:0 in der fünften Minute profitierten die Gäste von einem kapitalen Fehler von Verteidiger Benjamin Mendy. Jamie Roche unterband den Passversuch des Franzosen und traf direkt zur frühen Führung ins Netz.

In der 74. Minute liess sich Mariano Gomez nahe an der Mittellinie den Ball von Aliou Baldé abluchsen. Der schnelle Senegalese tankte sich bis in den Fünfmeterraum durch, wo ihn vier Zürcher nicht am Abspiel zu Teamkollege Alban Ajdini hindern können. Das 2:0 des Lausanne-Stürmers wurde zunächst zwar wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung aberkannt, nach VAR-Überprüfung dann aber doch für gültig befunden.

Angesichts der Spielanteile war dieser Zwei-Tore-Vorsprung eher glücklich. Unlogisch war er trotzdem nicht, denn das von Trainer Ludovic Magnin gut eingestellte Lausanne war in allen seinen Aktionen konsequenter als die Zürcher – bis zum Schlussfurioso des FCZ.

So geht es weiter

Am kommenden Wochenende steht bereits die 31. Runde der Super League an. Der FCZ gastiert am Samstag (18:00 Uhr) beim Schlusslicht Winterthur. Lausanne empfängt zur gleichen Zeit Sion im Stade de la Tuilière.

Super League

SRF zwei, sportlive, 02.04.2025, 20:10 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel