Für Xamax, den Tabellenletzten, steht am Sonntag in Thun beim Kellerduell viel auf dem Spiel. Für Thun, den Vorletzten, ist es eine Chance, sich im Kampf gegen den direkten Abstieg ein kleines Polster zu verschaffen. Gewinnt Thun, beträgt die Differenz zwischen den beiden 5 Punkte. Gewinnt Xamax, rutschen die Berner Oberländer wieder ans Tabellenende ab.
Thuns Aufgabe dürfte trotz Heimstärke keine leichte sein, hat doch Xamax im 1. Spiel unter Stéphane Henchoz vielversprechende Ansätze gezeigt und Thun seinen Schwung mit 2 deutlichen Niederlagen in Luzern (0:3) und bei den Young Boys (0:4) eingebüsst.
Sion, der dritte im Bunde der Abstiegskandidaten, spielt an diesem Wochenende wegen dem Corona-Fall beim FCZ nicht.
St. Gallen muss in Genf improvisieren
Im Meisterrennen steht der FC St. Gallen 3 Tage nach dem 3:3 beim FC Lugano in Genf im Einsatz. Die Mannschaft von Peter Zeidler reiste nach dem Gastspiel im Tessin gar nicht erst in die Ostschweiz zurück. Sie übernachtete in Lugano und reiste tags darauf via Nufenenpass ins Wallis weiter, wo sie am Freitag und Samstag die Batterien auflud.
Erschwert wird St. Gallens Aufgabe bei Servette dadurch, dass Silvan Hefti und Lukas Görtler, 2 der Leistungsträger in der Überraschungsmannschaft der Liga, eine Gelbsperre verbüssen. Um die gewichtigen Ausfälle auf der rechten Seite aufzufangen, prüfte Coach Peter Zeidler in der Vorbereitung auch einen Systemwechsel.
So könnten die St. Galler allenfalls mit einer Dreierkette in der Abwehr auflaufen, Musah Nuhu käme dann neben Leonidas Stergiou und Betim Fazliji zum Zug. Stellt Zeidler sein bewährtes 4-4-2 mit Raute nicht um, dürfte der in Lugano früh eingewechselte André Ribeiro diesmal von Beginn weg spielen.
Luzern geschwächt gegen Angstgegner
Im 3. Sonntagsspiel empfängt der FC Luzern Tabellennachbar Lugano. Die Tessiner haben mit bislang 7 Punkten aus 3 Saison-Direktduellen gute Erinnerungen an die Zentralschweizer. Luzern muss zudem auf seine gesperrte Abwehrstütze Stefan Knezevic verzichten.