- Luzern und St. Gallen trennen sich in der 30. Runde der Super League in der Innerschweiz 1:1.
- Der eine Punkt ist vor allem für den FCSG zu wenig. Der Rückstand der Ostschweizer auf Platz 6 beträgt drei Spieltage vor der Tabellenteilung sechs Punkte.
- Basel setzt sich dank einem 2:1-Sieg gegen GC an die Tabellenspitze.
Um die Hoffnungen auf das Erreichen der Championship Group aufrecht zu erhalten, waren aus Sicht von St. Gallen in Luzern drei Punkte gefordert. Geworden ist es jedoch «nur» einer.
Damit wird die Aufgabe für die Ostschweizer in den bis zur Tabellenteilung verbleibenden drei Runden noch schwieriger, als sie schon vor dem Gastspiel beim FCL gewesen war. Auf den FC Zürich, der momentan den 6. Platz belegt, fehlen St. Gallen sechs Zähler.
Zu wenig zwingend
Das Team von Trainer Enrico Maassen zeigte in Luzern über weite Strecken vor allem kämpferisch eine ansprechende Leistung. In der Offensive fehlte den St. Gallern jedoch die Durchschlagskraft. In der zweiten Halbzeit tauchten die Gäste kaum mehr gefährlich im Sechzehner der Gastgeber auf. Weil auch Luzern die letzte Konsequenz vermissen liess, ging die Punkteteilung zum Ende in Ordnung.
Beide Treffer waren in der Startphase gefallen. Lars Villiger profitierte in der 2. Minute von der Schläfrigkeit der Gäste-Verteidiger, um im aufgrund des Pyro-Rauchs vernebelten FCSG-Strafraum zum 1:0 zu treffen. Die Freude der Luzerner über den Führungstreffer hielt jedoch nicht lange.
In der 9. Minute tankte sich Christian Witzig auf der rechten Seite gekonnt durch. Mit etwas Glück geriet seine Hereingabe vor die Füsse von Chadrac Akolo, der das Runde überlegt im Eckigen unterbrachte. In der 24. Minute jubelte St. Gallen ein zweites Mal, Torschütze Willem Geubbels war zuvor aber aus einer Abseitsposition gestartet, weshalb der Treffer nicht zählte.
Ebendieser Geubbels machte nach 67 Minuten Platz für Jean-Pierre Nsame. Der Joker-Einsatz des womöglich baldigen Super-League-Rekordtorschützen war jedoch von kurzer Dauer. Nach 74 Minuten musste Nsame mit Adduktorenproblemen wieder ausgewechselt werden.
So geht's weiter
Für Luzern dürfte der Punktgewinn gemischte Gefühle hervorbringen. Auf der einen Seite festigten die Innerschweizer ihren Platz in den Top 6. Andererseits verpasste es der FCL, den Rückstand auf den neuen Leader Basel bei zwei Punkten zu halten.
Bereits am Wochenende geht es weiter mit den nächsten Spielen. St. Gallen empfängt am Sonntag Servette, Luzern gastiert gleichentags in Zürich bei GC.