- Der Schweizer Freeskier Rafael Kreienbühl springt im Halfpipe-Final an der Freestyle-WM im Engadin auf Rang 13.
- Zum Weltmeister kürt sich der Neuseeländer Finley Melville Ives mit 96 Punkten.
- Bei den Frauen holt die Britin Zoe Atkins erstmals in ihrer Karriere Gold.
Mit der Finalqualifikation in der Halfpipe hatte der Schweizer Freeskier Rafael Kreienbühl sein Hauptziel an der Heim-WM im Engadin bereits erreicht. Entsprechend konnte er ohne Druck zur Entscheidung antreten. Einen Exploit lieferte der Schweizer allerdings nicht.
Ein solider erster Run brachte ihm 70 Zähler ein. Weil er sich im zweiten Lauf, in dem er mehr riskierte, nicht verbessern konnte, blieb es bis zum Schluss bei dieser Punktzahl. Kreienbühl klassierte sich auf dem 13. Schlussrang.
Im Rennen um den WM-Titel entwickelte sich ein spektakulärer Wettkampf auf höchstem Niveau. Diesen entschied der 18-jährige Neuseeländer Finley Melville Ives mit überragenden 96 Punkten für sich. An diese Marke, die er in seinem ersten Run aufstellte, kam bis zum Schluss kein Athlet mehr heran. Nick Goepper (USA) kam dem späteren Weltmeister mit 94 Punkten im zweiten Lauf noch am nächsten.
Atkins gewinnt um einen halben Punkt
Bei den Frauen war zwischen den beiden Favoritinnen Zoe Atkin und Fanghui Li im Engadin ein heiss umkämpftes Duell um Gold erwartet worden. Und der Halfpipe-Final der Freeskierinnen wurde den Erwartungen vollends gerecht. Nachdem die Britin Atkin im 1. Run gestürzt war, übertraf die Chinesin Li in ihrem Lauf bereits die 90-Punkte-Marke und ging damit in Führung.
Diese behielt sie, bis Atkin als vorletzte Athletin ihren 2. Lauf bestritt – und dem Druck standhielt. Die 22-Jährige zauberte einen spektakulären Run in die Pipe und eroberte mit 93,50 Punkten wieder die Spitzenposition. Damit wanderte der Druck zur Chinesin. Und auch Li schaffte es, sich im 2. Run zu verbessern. Am Ende fehlten ihr jedoch mickrige 0,5 Punkte zum Titel.
So jubelte Atkin nach Bronze vor 4 und Silber vor 2 Jahren erstmals in ihrer Karriere über WM-Gold und komplettierte damit den Medaillensatz in der Halfpipe. Für Li bedeutete Silber derweil das erste Edelmetall überhaupt an Weltmeisterschaften. Bronze ging an die Kanadierin Cassie Sharpe.