Vor zwei Jahren im georgischen Bakuriani feierte Noé Roth mit dem Gewinn der WM-Goldmedaille seinen bisher grössten Karriereerfolg. Diesen Coup möchte der Schweizer Aerials-Spezialist an der Heim-WM im Engadin natürlich nur zu gerne wiederholen. Die Vorzeichen stehen sehr gut: Vor knapp zwei Wochen entschied Roth beim Weltcup in Livigno die Generalprobe für die WM für sich. Gleichzeitig war es der 1. Saisonsieg des Zugers.
Erkältung gut überstanden
Entsprechend optimistisch blickt Roth auf die Titelkämpfe in der Schweiz voraus: «Ich bin sehr zufrieden mit meinen Sprüngen und fühle mich bereit», so der 24-Jährige. Eine Erkältung, welche ihn in den Tagen nach seinem Sieg in Livigno plagte, ist inzwischen wieder vollends auskuriert. Die Krankheit kostete Roth zwar einige Trainingssprünge, das beunruhigt den amtierenden Aerials-Weltmeister jedoch keineswegs: «Ich bin wieder voll fit und ready, um Vollgas zu geben.»
Das Ziel von Roth in St. Moritz ist klar: die Titelverteidigung. Zu weit nach vorne möchte der Zuger jedoch nicht blicken: «Zuerst muss ich in den Final und dann in den Super-Final kommen. Dann heisst es, alles zu geben und Höchstschwierigkeit zu machen», so der Plan des zweifachen Aerials-Disziplinensiegers im Weltcup.
Werner rechtzeitig in Form gekommen
Roth ist nicht der einzige Schweizer Aerials-Athlet mit Potenzial für eine WM-Medaille. Auch mit Pirmin Werner ist zu rechnen. Die Formkurve des Zürchers zeigte nach einer lange eher durchzogenen Saison zuletzt nach oben. In Livigno sprang Werner als Dritter erstmals im laufenden Winter auf das Podest.
Der 25-Jährige träumt von einer Medaille an der Heim-WM. Wie Roth betont aber auch Werner, dass Sieg und Niederlage in der Aerials-Konkurrenz extrem nahe beieinander liegen. «Ich weiss, dass ich im Wettkampf gut springen kann. Zuerst gilt es, die Quali zu überstehen. Im Final ist dann alles möglich», glaubt Werner.
Noch haben die Aerials-Spezialisten ein paar Tage Zeit, um sich optimal an die Schanze in St. Moritz zu gewöhnen. Am Donnerstag steht zuerst der Mixed-Wettbewerb an, bei dem Roth und Werner gemeinsam mit Lina Kozomara die Schweiz vertreten. Richtig ernst gilt es für das Männer-Duo ein erstes Mal am Samstag, dann steht die Einzel-Quali an. Die Medaillen werden am Sonntag, dem Schlusstag der Freestyle-WM, vergeben.