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Starke WM als gutes Omen? Giger: «Wir sind gut aufgestellt für Olympia»

Sacha Giger, Direktor Freestyle bei Swiss-Ski, zieht in St. Moritz eine WM-Bilanz.

Das Schweizer Freestyle-Team hat an der Heim-WM in St. Moritz die hohen Erwartungen mehr als nur erfüllt. Mit total 9 Medaillen – davon 5 aus Gold – belegt die Gastgeber-Nation im Medaillenspiegel den grandiosen 1. Platz. Sacha Giger, bei Swiss-Ski Direktor Freestyle, zog im SRF-Interview – noch vor den abschliessenden Medaillen für Noé Roth (Gold) und Pirmin Werner (Bronze) im Aerials – eine Bilanz.

Diese fällt natürlich positiv aus. Oder wie es Giger ausdrückt: «Die beiden Wochen sind extrem schnell vergangen. Das ist ein Zeichen, dass es gut läuft.» Besonders gut lief es im Skicross, wo die Schweiz dank Fanny Smith und Ryan Regez gleich 3 Goldmedaillen einfahren konnte. «Da lief alles für uns. Wir hätten wohl noch manches Rennen fahren können und hätten es immer gewonnen», sagt Giger. Dem gegenüber stellt er die Wettkämpfe im Alpin-Snowboarden, wo «wir wohl ewig hätten weiterfahren können und immer Vierter geblieben wären».

Emotionale Medaille im Snowboardcross

Besonders gross war Gigers Freude bei der Bronzemedaille des Snowboardcross-Duos Sina Siegenthaler und Valerio Jud, dem ersten Schweizer WM-Edelmetall in dieser Sportart seit 16 Jahren. «Wenn man die Vorgeschichte dieses Teams kennt, mit dem Todesfall von Sophie Hediger, dann macht es das sehr emotional», erzählt Giger.

Die Stimmung im Schweizer WM-Team empfand Giger als herausragend. Man habe absichtlich ein Hotel etwas ausserhalb von St. Moritz gewählt. Dort habe sich eine tolle Ambiance entwickelt und es sei so etwas wie ein Olympia-Feeling entstanden.

«Bestmögliche Voraussetzungen schaffen»

Stichwort Olympia: In etwas mehr als 10 Monaten beginnen im nur rund 125 km von St. Moritz entfernten Mailand die Olympischen Winterspiele 2026. Mit welchen Gedanken blickt Giger auf den Grossanlass? «Wir sind aktuell sehr gut aufgestellt. Seit rund 2 Jahren haben wir eine grosse Konstanz, nicht zuletzt in unserem Betreuerbereich», sagt er erwartungsfroh.

Nun gehe es darum, den Fokus noch etwas stärker auf die Elite, welche an den Spielen teilnehmen werde, zu legen. Man wolle den Athleten und Athletinnen bestmögliche Voraussetzungen schaffen, damit «wir uns nichts vorwerfen lassen müssen».

SRF zwei, sportlive, 30.3.25, 14:00 Uhr ; 

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