Seine grössten Erfolge in der Halfpipe erlebte Pat Burgener an Weltmeisterschaften. 2017 in der Sierra Nevada und 2019 in Park City sicherte sich der 30-Jährige jeweils die Bronzemedaille. Er weiss also, wie man an Titelkämpfen erfolgreich ist. «Das macht viel aus. Wenn es zählt, dann kann ich abliefern. Es wäre schön, wieder einmal auf dem Podest zu stehen.»
Im Weltcup liegt Burgeners letzter Top-3-Platz schon 5 Jahre zurück. In dieser Saison schaffte er es 3 Mal in die besten 10. Zuletzt klassierte er sich im Februar in Calgary auf Rang 7. Die Formkurve zeigt in den letzten 2 Jahren aufwärts. «Ich setze mich nicht mehr unter Druck. Ich habe gemacht, was ich machen kann. Und ich war verletzungsfrei, das ist viel wert. Dank dieser Ruhe schaffe ich es, mich Schritt für Schritt zu verbessern.»
Das grosse Ziel ist nicht die WM, sondern Olympia im nächsten Jahr.
Verbessert habe sich laut Burgener auch die Konkurrenz. «Das Niveau ist extrem hoch, vor allem bei den Japanern.» Aber auch er sei fit und bereit für die WM. «Ich habe letzte Woche im Training die besten Tricks, die ich je gemacht habe, gestanden.» Zunächst liegt der Fokus auf der Qualifikation, im Final will er dann Vollgas geben. «Ich habe einen neuen Run für den Final. Diesen gut zu zeigen, ist das Ziel.»
Gelingt ihm das, sei eine Klassierung in den Top 5 möglich. Das wäre ein weiterer Schritt in Richtung eines Zieles, das Burgener über alles andere stellt. «Das grosse Ziel ist nicht die WM, sondern Olympia im nächsten Jahr.»
Lötscher trotz Verletzung zuversichtlich
Die Olympischen Spiele 2026 dürfte auch Isabelle Lötscher schon im Hinterkopf haben. Aktuell freut sich die 20-Jährige aber vor allem auf die Heim-WM. Und dies, obwohl sie sich letzte Woche ein Innenband angerissen hat. Einem Start an der WM steht aber nichts im Weg.
«Ich fühle mich nicht zu 100 Prozent wohl mit dem Knie, aber auf dem nötigen Niveau, um einen sicheren Run gut runterbringen zu können», erklärte Lötscher am Montag. Die Form hatte zuletzt gestimmt. Im Februar egalisierte sie in Calgary mit Platz 5 ihr bestes Ergebnis im Weltcup.
Wenn ich meine sicheren Runs gut runterbringe, dann sollte der Final-Einzug eigentlich möglich sein.
Auch an Weltmeisterschaften hat sie gute Erinnerungen. Vor 2 Jahren in Bakuriani überzeugte sie mit dem 7. Rang. Wie Burgener betont aber auch Lötscher, dass das Niveau in der Halfpipe noch einmal gestiegen ist. Mit einem Run, mit dem man es vor 2 Jahren auf das Podest geschafft hat, müsse man heute froh sein, überhaupt noch in den Top 10 zu sein.
Trotzdem ist Lötscher für den Wettkampf auf dem Corvatsch zuversichtlich. «Wenn ich meine sicheren Runs gut runterbringe, dann sollte der Final-Einzug eigentlich möglich sein. Das ist mein erstes Ziel. Und im Final packe ich dann noch einmal ein paar Sachen aus.»
Neben Burgener und Lötscher sind für die Schweiz in der Qualifikation am Donnerstag auch Gian Andrin Biele, Mischa Zürcher, Lura Wick und Soha Janett am Start.