Die Veranstalter des Turniers in Basel haben sich eine grosse Aufgabe gestellt. Knapp drei Monate nach der Durchführung der regulären Weltcup-Station im Januar organisiert das Team um OK-Präsident Andy Kistler und Verwaltungsratspräsident Thomas Straumann auch noch den Final für drei Disziplinen (Springreiten, Dressur und Voltige).
Nur 6 Jahre nach dem ersten Weltcup-Turnier ist Basel damit dieser Tage bereits Gastgeber für den Final der Hallensaison. Das Preisgeld für den Event beträgt 1,595 Millionen Franken.
Der Veranstalter denkt gross
Straumann engagiert sich seit Jahren finanziell und ideell für den Pferdesport. Dass sich der Basler auch über das Weltcup-Finale hinaus für weitere Grossanlässe in der Schweiz einsetzt, scheint logisch.
Deshalb überrascht seine Aussage nicht, dass er sich vorstellen könnte, künftig sogar eine Europa- oder Weltmeisterschaft in der Schweiz auszutragen. «Wir haben das auch schon mit dem Verband diskutiert. Warum nicht? Die Infrastruktur wäre vorhanden», erklärt Straumann.
Starke Europäer – Schweizer Duo
Zurück zum bevorstehenden Weltcup-Finale: Bei den Springreitern gehören die europäischen Athleten zu den Favoriten. Titelverteidiger Henrik von Eckermann (SWE) ist als Vorjahressieger bereits vorqualifiziert, wird in Basel jedoch nicht mit dem Weltmeisterpferd «King Edward» antreten. Die Deutschen rund um den 3-fachen Finalsieger Marcus Ehning reisen mit einer starken Gruppe an. Maikel van der Vleuten (NED) und Julien Épaillard (FRA) standen in der Januar-Austragung in Basel auf dem Podest.
Die Schweiz stellt ein Duo: Martin Fuchs – der vor 3 Jahren den Final gewann – gehört definitiv zu den Titelanwärtern. Sein Teamkollege Edouard Schmitz hat sich den Startplatz beim letzten Qualifikationsturnier doch noch gesichert und ist mit «Gamin van't Naastveldhof» zum 2. Mal am Final startberechtigt.
Ein grosser Abwesender
Steve Guerdat, der das Weltcup-Finale bisher 3 Mal gewonnen hat, fällt aus. In der letzten Qualifikationsrunde vor 5 Wochen holte sich der 42-Jährige spektakulär noch den dafür nötigen Finalplatz. Er musste sich dann aber zwei Tage später einer Rückenoperation unterziehen und Forfait erklären.
Noch ist der Romand nicht zurück im Sattel, der Heilungsverlauf beim Olympia-Zweiten ist aber so weit fortgeschritten, dass er in den nächsten Tagen das Training auf dem Pferd schonend aufnehmen kann.
Dressur und Voltige mit Schweizer Finalistinnen
Die Schweizer Dressurreiterin Jessica Neuhauser startet dank einer Wildcard zum ersten Mal an einem Weltcup-Finale.
Bereits zum 7. Mal ist Nadja Büttiker beim Voltige-Final startberechtigt. Ebenso die WM-Dritte vom letzten Jahr, Ilona Hannich. Beide werden nach dem Auftritt vor Heimpublikum ihre erfolgreichen Karrieren beenden.
Und auch im «Pas de deux» ist die Schweiz mit zwei Teams vertreten (Hannich/Li Laffer sowie Syra Schmid/Zoe Maruccio).