Zum Inhalt springen

Vor der SM in Sursee Noè Ponti: Der «eigene Gegner» hat ein klares Ziel vor Augen

An den Schweizer Meisterschaften in Sursee ist Noè Ponti der Mann, den es zu schlagen gilt. Der Tessiner Überschwimmer bleibt gewohnt gelassen.

Im Dezember des vergangenen Jahres schwamm Noè Ponti wortwörtlich obenauf. An der Kurzbahn-WM in Budapest holte der Tessiner drei Mal Gold und machte dabei auch mit mehreren Weltrekorden von sich reden. Pontis Bühne wird ab Donnerstag etwas kleiner sein. In Sursee wird bis Sonntag im 50-m-Becken an den Schweizer Meisterschaften um Medaillen geschwommen.

Kleiner ist die Vorfreude bei Ponti deswegen nicht. «Die SM ist der wichtigste Wettkampf, der jeweils in der Schweiz stattfindet und jedes Jahr ein wichtiger Test, bei dem ich gut schwimmen will.» Der 23-Jährige wähnt sich in «guter, aber noch nicht in Top-Form». Es sei aber möglich, dass er gute Zeiten schwimmen wird.

Langbahn-Medaille fehlt noch

Ernstzunehmende Gegner hat Ponti auf nationaler Bühne in seiner Paradedisziplin Schmetterling in Sursee nicht. Der Tessiner kann bereits 40 Goldmedaillen sein Eigen nennen, gut möglich, dass in den kommenden Tagen noch einige hinzukommen werden. «Ich bin mein eigener Gegner», dennoch möchte er gute Rennen zeigen.

Die nationalen Meisterschaften dienen Ponti in erster Linie als Formtest hinsichtlich des grossen Saisonziels Ende Juli in Singapur. An den Langbahn-Weltmeisterschaften will er die letzte Lücke in seinem beeindruckenden Palmarès schliessen. Denn eine WM-Medaille im grossen Becken fehlt dem hochdekorierten Tessiner noch.

Das Training ist darauf ausgerichtet, dass Ponti seine Top-Form im Sommer erreicht, entsprechend entspannt geht er die kommenden Aufgaben an. Der starke Saisonstart in Doha mit einer Weltjahresbestleistung über 50 m Schmetterling nehme er zwar gerne mit, aber wichtig sei, dass er im Sommer fit ist.

Kein Start über 200 m

Bereits jetzt hat sich Ponti dazu entschieden, in Singapur nicht über 200 m Schmetterling anzutreten, der Fokus liegt auf der einen, respektive zwei Bahnlängen. «Der 200er war für mich mental immer schwierig und ich verliere in diesen Rennen zu viel Energie.» Die Pause soll Aufschluss darüber geben, ob der Verzicht auch einen Einfluss auf die anderen Rennen hat.

Auch in Sursee verzichtet Ponti darauf, über 200 m Schmetterling anzutreten. Das Programm wird mit Teilnahmen über 50 & 100 m Freistil, 50m Rücken und dem Doppelstart im Schmetterling (50/100) ohnehin schon anstrengend genug.

SRF zwei, «Sportflash», 02.04.2025, 20:00 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel