Beim letzten Männer-Riesenslalom des Weltcup-Winters in Sun Valley gibt die Kurssetzung des 1. Durchgangs zu reden. Gemäss Marco Odermatt zählte der Lauf sechs Tore mehr als beim Frauen-Rennen am Vortag, zudem gehen sie einige Meter mehr aus der Richtung. Das führte zu einem sehr drehenden und langsamen Lauf, oder in Thomas Tumlers Worten: «Ein Hick-Hack.»
Ein Blick auf die Laufzeiten offenbart: Lara Gut-Behramis Fahrt zur Führung im 1. Lauf (am selben Hang, aber mit anderer Kurssetzung) endete am Mittwoch nach 1:04,07 Minuten, Loïc Meillards Bestzeit tags darauf war ganze 6 Sekunden langsamer.
Schlechte Werbung
Odermatt und Tumler sind sich einig: Gute Werbung für den Skisport sind solche Läufe nicht. Der 27-Jährige sagt sogar: «Wir machen unseren Sport mit solchen Läufen selbst ein bisschen kaputt.» Dass man nicht versuche, dem Publikum möglichst spektakuläre Rennen in die Stube zu bringen, findet er schade.
Der Nidwaldner, der die Riesenslalom-Kugel vor dem Rennen bereits auf sicher hatte, hätte sich einen flüssigeren Lauf gewünscht und nicht einen, der den Eindruck vermittelt, dass man «mässig gut Ski fahre». Tumler sprach derweil von einem miserablen Fahrgefühl.