- Gut sechs Jahre nach dem Terroranschlag in Nizza hat in Paris ein Prozess gegen acht mutmassliche Unterstützer begonnen.
- Ein Attentäter raste 2016 mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge. 86 Personen starben, hunderte wurden verletzt.
- Der Attentäter wurde erschossen. Den angeklagten mutmasslichen Mittätern, sieben Männern und einer Frau, drohen Haftstrafen zwischen fünf Jahren und lebenslänglich.
Der Vorsitzende Richter Laurent Raviot eröffnete das für etwa dreieinhalb Monate angesetzte Verfahren im Pariser Justizpalast. Den sieben angeklagten Männern und der angeklagten Frau drohen Haftstrafen zwischen fünf Jahren und lebenslänglich.
Drei der Beschuldigten müssen sich auch wegen des Vorwurfs der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verantworten. Damals hatte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Tat für sich reklamiert.
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Bild 1 von 14. Ein Bild des Grauens, einen Tag nach der Terrorattacke in Nizza.(15. Juli 2016). Bildquelle: Keystone.
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Bild 2 von 14. Der Attentäter fährt mit einem weissen Lastwagen in die Menschenmenge auf der Promenade des Anglais. Bildquelle: Keystone.
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Bild 3 von 14. Die Einschusslöcher zeigen den mehrminütigen Kampf der Polizei mit dem Attentäter. Bildquelle: Keystone.
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Bild 4 von 14. Die Trauerbekundungen an der Strandpromenade in Nizza sind immens. Bildquelle: Keystone.
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Bild 5 von 14. Die Solidarität mit Frankreich ist gross. Unter den Hashtags #PrayForNice verbreiten sich in Windeseile Worte des Beileids. Unter #PortesOuvertesNice bieten Bewohner in Nizza eine Übernachtungs-Gelegenheit für in Not stehende an und unter #RechercheNice suchen Menschen Angehörige, die sich nicht gemeldet haben. Bildquelle: Reuters.
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Bild 6 von 14. Auch auf dem Bundeshaus in Bern sind die Fahnen auf halbmast gesetzt. Bildquelle: Keystone.
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Bild 7 von 14. Die Promenade des Anglais um Mitternacht, kurz nach dem Horror. Mehr als 80 Opfer fordert der Anschlag. Bildquelle: Keystone.
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Bild 8 von 14. Noch in der Nacht spricht der französische Präsident François Hollande zur Bevölkerung: «Ganz Frankreich ist vom Terror bedroht.». Bildquelle: Keystone.
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Bild 9 von 14. Der damalige Innenminister Frankreichs, Bernard Cazeneuve, wird von Journalisten bestürmt. «Wir sind in einem Krieg mit Terroristen, die uns um jeden Preis wehtun wollen», sagte der Innenminister. Bildquelle: Keystone.
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Bild 10 von 14. Die Rettungskräfte sind nach dem Anschlag die ganze Nacht im Einsatz. Bildquelle: Keystone.
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Bild 11 von 14. Im Einsatz sind in der Nacht auch Helikopter. Zahlreiche Personen – darunter viele Kinder – liegen mit schweren Verletzungen in den umliegenden Spitälern. Bildquelle: Reuters.
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Bild 12 von 14. Geschockte Touristen und Angehörige nach dem Anschlag in Nizza. Bildquelle: Reuters.
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Bild 13 von 14. Angehörige leiden. Diese Frau sucht ihren Sohn. Bildquelle: Keystone.
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Bild 14 von 14. Der Ausnahmezustand wird nicht wie ursprünglich angekündigt aufgehoben – im Gegenteil: Präsident François Hollande hat eine Verlängerung um drei Monate angekündigt. Der Ausnahmezustand erweitert die Handlungsbefugnis der Polizei. Bildquelle: Keystone.
Am 14. Juli 2016, dem französischen Nationalfeiertag, war der 31-jährige Tunesier Mohamed Lahouaiej Bouhlel auf der Flaniermeile Promenade des Anglais mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge gerast. Letztlich gab es 86 Todesopfer, mehr als 200 Menschen wurden verletzt.
Der Gewalttäter wurde nach der Tat erschossen. Obwohl die Ermittler Hinweise auf eine islamistische Radikalisierung des Täters fanden, wurde zunächst keine Verbindung zum IS gefunden.