- Tropensturm «Beryl» hat im Süden der USA eine Spur der Verwüstung hinterlassen.
- Besonders hart traf es die Bundesstaaten Texas und Louisiana an der Golfküste – Medien berichteten von mindestens acht Toten.
- Am Dienstagnachmittag (Ortszeit) waren in der Region immer noch zwei Millionen Haushalte ohne Strom, wie aus Daten der Seite «poweroutage.us» hervorging.
Unter den Toten sei auch ein Polizist in der Metropole Houston, der auf dem Weg zur Arbeit in seinem Auto ertrunken sei, teilte Bürgermeister John Whitmire mit. Auch im benachbarten Staat Louisiana sei ein Mensch infolge des Unwetters ums Leben gekommen, hiess es bei CNN.
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Bild 1 von 10. In Houston traten die Flüsse Bayou und Buffalo Bayou stellenweise über die Ufer. (8. Juli 2024). Bildquelle: Reuters/X/@cjblain10 .
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Bild 2 von 10. «Beryl» hinterlässt in den US-Bundesstaaten Texax und Louisiana eine Schneisse der Zerstörung. (8. Juli 2024). Bildquelle: Keystone/ap/Melissa Phillip/Houston Chronicle.
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Bild 3 von 10. Zahlreiche Strassen wurden durch «Beryl» unpassierbar. (8. Juli 2024). Bildquelle: Keystone/AP Photo/Maria Lysaker.
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Bild 4 von 10. Der Garten vor dem Haus wird zu einem Pool. (8. Juli 2024). Bildquelle: REUTERS/Daniel Becerril.
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Bild 5 von 10. Der Tropensturm «Beryl» hinterlässt eine Spur der Verwüstung in Houston, Texas. (8. Juli 2024). Bildquelle: Reuters/ Rich Matthews.
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Bild 6 von 10. Ein Mann versucht mit seinem Fahrad durch die Fluten zu kommen. (8. Juli 2024) . Bildquelle: Keystone/ CARLOS RAMIREZ.
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Bild 7 von 10. An der Golfküste bestehe weiter die Gefahr von lebensbedrohlichen Sturmfluten, Menschen sollten sich vor der Strömung in Acht nehmen, warnt das US-Hurrikanzentrum. (Bild: Houston, 8. Juli 2024) . Bildquelle: Keystone/ CARLOS RAMIREZ.
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Bild 8 von 10. Ganze Häuser wurden beschädigt, wie hier in Surfside Beach, Texas. (8. Juli 2024) . Bildquelle: Reuters/ Kaylee Greenlee Beal.
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Bild 9 von 10. Plötzlich ist man allein auf der Autobahn und kommt doch nicht vorwärts, wie hier in Houston. (8. Juli 2024). Bildquelle: Keystone/ Maria Lysaker.
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Bild 10 von 10. «Beryl» wurde beim Überqueren des Golfs von Mexiko zu einem Tropensturm herabgestuft, bevor er sich wieder zu einem Hurrikan entwickelte. (Bild: Surfside Beach, 8. Juli 2024) . Bildquelle: Reuters/ Adrees Latif.
In Jasper County an der Grenze zum Bundesstaat Louisiana hat ein Tornado zudem rund drei Dutzend Häuser zerstört. Das US-Hurrikanzentrum warnte für Teile von Texas und Louisiana vor weiteren Tornados, Sturzfluten und starken Winden. An der Golfküste bestehe weiter die Gefahr von lebensbedrohlichen Sturmfluten, Menschen sollten sich vor der Strömung in Acht nehmen.
Menschen drohen Wochen ohne Strom
Die Wiederherstellung der Stromversorgung könnte Wochen dauern – ein gefährliches Szenario für die Menschen, da die Temperaturen in den kommenden Tagen bei weit über 30 Grad liegen und ohne Elektrizität in vielen Haushalten auch die Klimaanlage ausfallen dürfte.
US-Präsident Joe Biden rief für die Region den Katastrophenfall aus. Das bedeutet in erster Linie, dass Bundesmittel leichter in den Wiederaufbau fliessen können und die Hilfe besser zwischen US-Regierung und den Bundesstaaten koordiniert werden kann.
«Die grösste Sorge sind derzeit die Stromausfälle und die extreme Hitze, die die Texaner treffen», mahnte Biden. Daher stelle man Generatoren bereit.
Kein Hurrikan, aber trotzdem zerstörerisch
Der Sturm wütete mit Starkregen und heftigen Winden, Tornados zerstörten Dutzende Häuser. «Beryl» hat sich mittlerweile deutlich abgeschwächt und zieht als post-tropischer Sturm weiter in den Mittleren Westen der USA. «Beryl» war am frühen Montagmorgen (Ortszeit) nahe der texanischen Ortschaft Matagorda als Hurrikan der Kategorie 1 von 5 auf Land getroffen, verlor dann aber an Stärke. Matagorda liegt rund 130 Kilometer südwestlich der Millionenstadt Houston.
Sturm hatte zeitweilig Hurrikan-Stärke
«Beryl» hält die Menschen in der Region schon seit mehr als einer Woche in Atem, nachdem er Ende Juni im Atlantik entstanden war. Im Südosten der Karibik erreichte er zeitweilig die höchste Hurrikan-Stärke, Kategorie 5, also anhaltend mehr als 251 Kilometer pro Stunde. Er rauschte über mehrere Inseln der Kleinen Antillen hinweg, traf an der Ostküste der mexikanischen Halbinsel Yucatán aufs Festland, um dann durch den Golf von Mexiko weiterzuziehen.
In der Karibikregion kamen mindestens elf Menschen ums Leben, darunter auch drei in Venezuela. Auf einigen Inseln der Inselstaaten Grenada sowie St. Vincent und den Grenadinen wurden den Regierungen zufolge mehr als 90 Prozent der Häuser beschädigt oder zerstört. Auch Jamaika erlebte mancherorts grosse Schäden und weitreichende Stromausfälle.