- Ein Antrag der australischen Bundesregierung auf Verschiebung der Gerichtsverhandlung zur Einreiseverweigerung von Tennisstar Novak Djokovic ist abgelehnt worden.
- Das Innenministerium hatte beantragt, die Anhörung auf Mittwoch – fünf Tage vor Turnierstart – zu verlegen. Dies lehnte Richter Anthony Kelly jedoch ab.
- Der Fall soll wie bislang geplant am Montagvormittag (Ortszeit) fortgesetzt werden, wie aus öffentlichen Gerichtsunterlagen hervorgeht.
Am Montagvormittag – entspricht Mitternacht mitteleuropäischer Zeit – erhält zuerst die Djokovic-Seite Gelegenheit, sich vor Gericht zu äussern. Die Vertreter des Innenministeriums geben ihre Stellungnahme laut Plan um 15 Uhr Ortszeit ab – 5 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Die mündlichen Äusserungen sollen 120 Minuten nicht überschreiten.
Aus den Gerichtsdokumenten geht hervor, dass der serbische Tennisstar am 16. Dezember 2021 zum zweiten Mal positiv auf das Coronavirus getestet worden sein soll. Deshalb soll der 20-malige Grand-Slam-Sieger am 30. Dezember vom medizinischen Chef des australischen Tennisverbands eine Ausnahmegenehmigung zur Einreise erhalten haben.
Djokovic in Australien
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Bild 1 von 9. Am 4. Januar teilt Novak Djokovic mit, dass er nach Australien reist – mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung für Ungeimpfte will die Nummer 1 der Welt an den Australian Open teilnehmen (Start: 17. Januar). Bildquelle: Twitter/DjokerNole.
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Bild 2 von 9. Bei der Einreise am Mittwochabend, 5. Januar dann die Überraschung: Djokovic darf nicht ins Land. Er habe die nötigen Dokumente nicht. Er wird in der Nacht auf Donnerstag in ein Hotel für Ausreisepflichtige gebracht. Bildquelle: Keystone.
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Bild 3 von 9. 6. Januar: Novak Djokovic erhält einen Aufschub beim Kampf gegen die drohende Abschiebung aus Down Under. Eine endgültige Entscheidung soll nicht vor einer für Montag angesetzten Gerichtsverhandlung fallen. Das sagt ein Regierungsanwalt am Donnerstag. Seine Fans warten vor dem Hotel, in dem sich Djokovic befindet. Bildquelle: Keystone.
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Bild 4 von 9. Die Affäre Djokovic führt zu zahlreichen Reaktionen. So sagt etwa Rafael Nadal: «Er hat seine eigene Entscheidung getroffen. Jeder ist frei, seine eigene Entscheidung zu treffen, aber das hat Konsequenzen.» Die Welt habe genug gelitten. Viele Leute seien gestorben. «Lasst euch impfen», so der Spanier. Bildquelle: Keystone.
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Bild 5 von 9. Unterstützung gibt es für Djokovic ausgerechnet von Nick Kyrgios – obwohl sich die beiden eigentlich nicht besonders verstehen: «Wie wir mit diesem Fall um Djokovic umgehen, ist schlecht», schreibt der Australier auf Twitter. «Am Ende des Tages ist er auch nur ein Mensch. Macht es besser.». Bildquelle: Keystone.
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Bild 6 von 9. 7. Januar: Djokovic äussert sich zum ersten Mal seit seiner gescheiterten Einreise auf Instagram. «Ich bin froh um die anhaltende Unterstützung. Ich fühle das sehr und bin unglaublich dankbar dafür.». Bildquelle: Keystone.
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Bild 7 von 9. Samstag, 8. Januar: Nach Angaben seiner Anwälte war Tennisstar Novak Djokovic am 16. Dezember 2021 zum zweiten Mal positiv auf das Coronavirus getestet worden. In diesem Fall soll eine Impfung keine Voraussetzung mehr für eine Einreise und für das Bestreiten des Australian Open in Melbourne sein, so sein Team. Bildquelle: Keystone.
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Bild 8 von 9. Stimmt das? Der australische Gesundheitsminister Greg Hunt erklärt diese Woche, dass eine Infektion nicht für eine Ausnahmebewilligung ausreiche. Personen, die in den letzten sechs Monaten Covid hatten, «gelten nicht als vollständig geimpft». Bildquelle: Keystone.
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Bild 9 von 9. 10. Januar: Novak Djokovic hat mit seinem Einspruch gegen die verweigerte Einreise nach Australien Erfolg. Er kann sich wieder frei bewegen und trainiert mit seinem Team im Rod Laver Stadion, wie das Bild von seinem Twitteraccount zeigt. Die australische Regierung prüft derweil eine erneute Aufhebung von Djokovics Visum. Bildquelle: Twitter.
Laut den Gerichtsdokumenten soll Novak Djokovic zudem in der Befragung durch einen Beamten des australischen Grenzschutzes angegeben haben, «nicht gegen Covid-19 geimpft» zu sein. Djokovic hatte um seinen Impfstatus seit Monaten ein Geheimnis gemacht.