- Das Verteidigungsdepartement (VBS) hat Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht.
- Grund ist, dass die Kündigungen des Armeechefs und des Geheimdienstchefs am Dienstag durch Indiskretionen bekannt wurden.
- Eigentlich hätten die Rücktritte erst nach der Bundesratssitzung vom Mittwoch bekannt werden sollen.
Ein VBS-Sprecher bestätigt die eingereichte Strafanzeige gegenüber SRF. Weitere Angaben zur Anzeige machte das VBS nicht. Zuvor hatte der «Blick» über die Anzeige berichtet.
Leak besorgt Sicherheitspolitikerinnen
Die Indiskretionen im VBS beschäftigten auch die Politik. Priska Seiler-Graf, Präsidentin der Sicherheitskommission des Nationalrats (SiK-N) zeigte sich am Dienstag überrascht, dass die Kündigungen an die Medien gelangten. Das bereite der SiK-N Sorgen. Bei der Indiskretion handle es sich mutmasslich um eine Amtsgeheimnisverletzung. Es sei Sache des Bundesrats, ob er die Sache strafrechtlich verfolgen wolle.
Das Vertrauen ist dahin.
Auch Andrea Gmür (Mitte/LU), die Präsidentin der Sicherheitspolitischen Kommission im Ständerat (SiK-S), ärgerte sich über das Leak. Es sei eine «absolute Katastrophe», sagte sie dem «Blick». «Das Vertrauen ist dahin. Wie soll ein Bundesrat so noch arbeiten können?»
Auf dem Kurznachrichtendienst X ging sie noch einen Schritt weiter: «Woher das Leak?», schrieb sie da. «War es wieder die FDP-NZZ-Connection, Frau Bundesrätin Keller-Sutter?».
Armeechef Thomas Süssli will gemäss Berichten sein Amt Ende Jahr abgeben, Nachrichtendienstchef Christian Dussey Ende März 2026.