Die «Schutzschirm-Regelung» des Bundesrats: Die Organisatoren von Grossveranstaltungen sollen ab 1. Juli mehr Planungssicherheit erhalten. Wie vom Parlament gewünscht, hat der Bundesrat eine Art «Versicherungskonzept» als «Schutzschirm-Regelung» für Veranstalter vorgelegt. Bundesrat Alain Berset betonte aber vor den Medien, dass es sich dabei aber nicht um einen eigentlichen Öffnungsplan handle.
Aufatmen bei Kulturveranstaltern: «Das Licht am Ende des Tunnels wird heller», sagte Stefan Breitenmoser, Geschäftsführer der Swiss Music Promoters Association (SMPA) als Reaktion darauf. Jetzt müsse zuerst der Austausch innerhalb des Branchenverbands erfolgen. Die über 70 Veranstalter der «IG Perspektive Live-Unterhaltung» reagieren «erfreut und erleichtert», dass ihre geforderte Lösung nun umgesetzt werde. Nun müssten aber rasch vor allem die Schutzmassnahmen konkretisiert werden. Im Wallis hat das Openair Gampel sofort reagiert und plant eine reduzierte Festivalvariante mit maximal 10'000 Besuchern pro Tag Anfang September. Auch das Locarno Film Festival intensiviert ab sofort seine Planung für ein «normales» Festival im August auf der Piazza Grande.
Wirtschaftsverbande begrüssen neue Perspektive: Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse und der Schweizerische Arbeitgeberverband (SGV) haben positiv auf die neuen Vorschläge reagiert, dies sei ein «ermutigendes Zeichen für die Veranstalter». Der SGV begrüsste zudem die vorgesehene Entschädigungen bei einer allfälligen Absage einer Veranstaltung. Für Economiesuisse bekommt die «praktisch lahmgelegte» Event-Branche eine Perspektive. Das könne aber nur funktionieren, wenn das Impfprogramm vorangetrieben werde.