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Schweiz Adrian Lobsiger wird neuer Datenschützer

Der Bundesrat hat Adrian Lobsiger als neuen Datenschützer vorgeschlagen: Er soll die Nachfolge von Hanspeter Thür antreten. Zurzeit ist Lobsiger stellvertretender Direktor des Bundesamtes für Polizei (Fedpol). Nun muss noch die Bundesversammlung zustimmen.

Hanspeter Thür scheidet nach über 14-jähriger Tätigkeit aus dem Amt des Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) aus. Lobsiger wird sein Amt zum frühestmöglichen Zeitpunkt übernehmen – sobald die Bundesversammlung den Entscheid des Bundesrates bestätigt hat. In der Übergangszeit wird Thürs Stellvertreter Jean-Philippe Walter die Geschäfte führen, wie die Bundeskanzlei in einer Mitteilung schreibt.

Adrian Lobsiger ist zurzeit stellvertretender Direktor des Fedpol. Als Chef der Stabsabteilung und des dazugehörenden Dienstes für Recht und Datenschutz trage er dazu bei, dass die Personendaten in den Informationssystemen des Bundesamtes namentlich auch im Verkehr mit in- und ausländischen Behörden rechtskonform bearbeitet werden, heisst es weiter.

Der promovierte Jurist habe sich aber auch wissenschaftlich mit den öffentlich-rechtlichen Aspekten des Datenschutzes auseinandergesetzt.

Video
Hohe Anforderungen an den neuen Datenschützer
Aus Tagesschau vom 17.11.2015.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 51 Sekunden.

Experte für Wirtschaftskriminalität

Lobsiger ist 1992 in die Bundesverwaltung eingetreten. Zunächst war er für das Bundesamt für Justiz im Bereich des Internationalen Privatrechts tätig. 1995 wechselte er ins Fedpol.

Daneben wirkte er von 2001 bis 2005 an der Hochschule Luzern als Gründer und Leiter des Nachdiplomstudiengangs zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität sowie des Kompetenzzentrums Forensik und Wirtschaftskriminalistik. Lobsiger ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Töchtern.

Der EDÖB wird für eine Amtsdauer von vier Jahren gewählt. Er übt seine Funktion unabhängig und ohne Weisung einer Behörde aus. Er erstattet der Bundesversammlung periodisch und bei Bedarf Bericht und übermittelt diese Berichte gleichzeitig dem Bundesrat. Der EDÖB ist administrativ der Bundeskanzlei angeschlossen.

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