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Über 9 Millionen Menschen Schweizer Wohnbevölkerung auf neuem Höchststand – ein Überblick

Laut Bundesamt für Statistik (BFS) stieg die Bevölkerung langsamer als 2023, während 2000 weniger Babys das Licht der Welt erblickten.

Kurz und knapp: Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz hat Ende 2024 mit 9'048'900 Einwohnerinnen und Einwohnern einen neuen Höchststand erreicht. Die Einwanderung ging gegenüber dem Rekordjahr 2023 zurück, die Auswanderung nahm dagegen zu. Gegenüber Ende 2023 nahm die ständige Wohnbevölkerung um ein Prozent oder 86'600 Menschen zu, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte.

Die Zahlen in den Kantonen: Laut BFS verzeichneten alle Kantone eine Bevölkerungszunahme. Das grösste Plus hätten Schaffhausen mit plus 1.8 Prozent und Freiburg und Wallis mit je plus 1.5 Prozent registriert. Am geringsten sei der Anstieg in den Kantonen Tessin und Appenzell Ausserrhoden mit je plus 0.3 Prozent sowie im Kanton Jura mit plus 0.4 Prozent ausgefallen.

Zur Geburtenhäufigkeit: Im dritten Jahr in Folge gab es weniger Lebendgeburten. Die durchschnittliche Anzahl Kinder pro Frau fiel gar auf den tiefsten je gemessenen Wert. 78'000 Lebendgeburten wurden in der Schweiz im Jahr 2024 gemeldet. Das sind 2000 beziehungsweise 2.5 Prozent weniger als im Vorjahr. In nahezu allen Kantonen gab es weniger Geburten als im Jahr 2023, mit Ausnahme der Kantone Wallis und Basel-Land, in denen die Geburtenzahl leicht anstieg.

Anzahl Todesfälle: 2024 wurden in der Schweiz 71'800 Todesfälle registriert, gleich viel wie 2023. Die Anzahl der Todesfälle nahm in elf Kantonen zu. Der stärkste Anstieg war in Appenzell Ausserrhoden (+6.4 Prozent), Zug (+5.3 Prozent) und Schwyz (+5.2 Prozent) zu beobachten. Umgekehrt ging die Anzahl der Verstorbenen in den Kantonen Nidwalden (-13.5 Prozent), Obwalden (-7.9 Prozent) und Schaffhausen (-4.8 Prozent) am stärksten zurück.

Geburtenüberschuss: Elf Kantone mit mehr Todesfällen als Geburten

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Die tiefe Geburtenzahl und die weiterhin relativ hohe Anzahl Todesfälle führten 2024 zu einem Geburtenüberschuss (Differenz zwischen Geburten und Todesfällen) von 6200. Dies ist der tiefste beobachtete Wert seit 1918, als der Geburtenüberschuss aufgrund der Spanischen Grippe und des Ersten Weltkrieges sogar negativ ausfiel.

Elf Kantone verzeichneten 2024 sogar mehr Todesfälle als Geburten. Es sind dies die Kantone Bern, Tessin, Basel-Stadt, Basel-Land, Graubünden, Solothurn, Jura, Neuenburg, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden und Glarus.

Zur Lebenserwartung: Die hohe Anzahl Todesfälle ist im Wesentlichen auf die Bevölkerungsalterung zurückzuführen. 88 Prozent der Todesfälle betrafen Personen ab 65 Jahren. Die Lebenserwartung bei Geburten stieg 2024 weiter an und erreichte bei den Frauen 86 Jahre und bei den Männern 82.5 Jahre. Eine ähnliche Entwicklung war bei der Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren zu beobachten, die sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern zulegte.

Die Einwanderung: 2024 wanderten deutlich weniger Personen in die Schweiz ein als im Jahr 2023, als ein historischer Höchststand erreicht wurde. Insgesamt wanderten 212'700 Personen ein – davon waren 22'600 Schweizer Staatsangehörige und 190'100 ausländische Staatsangehörige.

Historischer Höchststand im Jahr 2023 – Grund ist Ukrainekrieg

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Im Jahr 2023 war die Einwanderung aufgrund der Wirtschaftsmigration aus der EU und der Berücksichtigung der ukrainischen Personen mit Schutzstatus S besonders hoch ausgefallen.

2024 wurden 9600 schutzbedürftigen Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit neu zur ständigen Wohnbevölkerung gezählt, was 4.5 Prozent der gesamten Einwanderung entspricht. Im Jahr 2023 waren es noch 50'600 Personen beziehungsweise 19.2 Prozent der Einwanderung gewesen.

Die Auswanderung: Die Zahl der Auswanderungen stieg gegenüber dem Vorjahr leicht an (+1600 Auswanderungen beziehungsweise 1.3 Prozent). Gemäss BFS wanderten 125'600 Personen aus, davon 30'100 Schweizerinnen und Schweizer sowie 95'500 ausländische Staatsangehörige. In der Folge ging der Wanderungssaldo (Differenz zwischen Ein- und Auswanderungen) von 139'100 im Jahr 2023 auf 87'100 im Jahr 2024 zurück.

Der Ausländeranteil: Am 31. Dezember 2024 lebten gemäss BFS 2'478'700 ausländische Staatsangehörige in der Schweiz, was 27.4 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung entspricht. Die ausländische Bevölkerung wuchs schneller als die Schweizer Bevölkerung (+2.5 Prozent gegenüber 0.4 Prozent).

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SRF 4 News, 3.4.2025, 9:30 Uhr ; 

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