- Der Zoo Basel wird in den nächsten 25 Jahren vergrössert und wächst um 20 Prozent.
- Geplant sind eine afrikanische Savanne und ein Stück Meeresküste.
- Auch der heutige Parkplatz wird überbaut. Hier soll die Artenvielfalt der Tropen gezeigt werden.
Giraffen, Flusspferde, Zebras, Brillenpinguine und Seebären erhalten im Basler Zolli ein neues Zuhause. Schon seit längerem ist bekannt, dass der Zoo Ausbaupläne hat, nun haben die Verantwortlichen das konkrete Projekt vorgestellt.
Das Problem einer Erweiterung: Der Zoo Basel liegt fast mitten in der Stadt und ist umgeben von Wohnhäusern, Strassen oder Tramgeleisen. Der sogenannte «Masterplan Zolli 2049» sieht deshalb an beiden Enden der heutigen Zooanlage Erweiterungen vor, nur hier gibt es noch Platz.
Im südlichen Teil expandiert der Zoo über die Kantonsgrenze hinaus auf das Kantonsgebiet von Baselland auf einer Fläche von rund 15'000 Quadratmetern. Hier sind Anlagen zum Lebensbereich afrikanische Savanne geplant.
Im nördlichen Teil verschwindet der Parkplatz und es sollen auf einer Fläche von 6000 Quadratmetern Kuppelbauten entstehen, in denen Flora und vor allem Fauna der Tropen präsentiert werden sollen.
Um die Voraussetzung zu schaffen, dass der Zolli auf den Zoo-Parkplatz wachsen kann, wird ein neues Parkhaus errichtet. Zudem müssen gewisse Verwaltungsgebäude verlegt werden. Der Baustart für das Parkhaus und die Verlegung des Verwaltungsgebäudes ist Ende 2024.
Mehr Platz für Tiere und ihre Lebensräume
Der Zoo bleibe eine Anlage für exotische Tiere, hielt Zoo-Direktor Olivier Pagan bei der Präsentation des Projekts fest. «Wir möchten Tiere zeigen, die eine Geschichte erzählen über ihre Artgenossen, ihre Gemeinschaft oder ihre Lebensräume.»
Bis jetzt ist der Zolli vor allem qualitativ gewachsen, nun haben wir die Möglichkeit, quantitativ etwas zu machen.
Mit seinem Masterplan blicke der Zolli laut Pagan 25 Jahre in die Zukunft. Einige Aspekte dieser Vision seien noch weit weg, andere beginnen in Kürze. «Bis jetzt ist der Zolli vor allem qualitativ gewachsen, nun haben wir die Möglichkeit, quantitativ etwas zu machen», sagt Pagan.
Der Ausbau des Zolli passiere in Etappen. Die Kosten dafür belaufen sich im Schnitt auf rund neun Millionen Franken pro Jahr. Diese Gelder werde der Zoo vollumfänglich selber aufbringen, ergänzte Pagan.
Binningen erhält Park und Restaurant
Weil sich der Zolli nach Binningen BL ausdehnen wird, hat auch der dortige Gemeinderat ein Wörtchen mitzureden. Die Gemeinde stelle sich hinter die Ausbaupläne, sagte Gemeindepräsidentin Caroline Rietschi an der Medienkonferenz – ohne ein allfälliges Votum des Einwohnerrats oder gar des Stimmvolks vorausnehmen zu wollen.
Sie freue sich vor allem, dass auf Binninger Boden ein frei zugängliches Stück Park und ein öffentliches Restaurant entstehen werden.