Der Frühling steht im Radsport ganz im Zeichen der grossen Klassiker. Traditionell findet jeweils zuerst die Flandern-Rundfahrt statt, eine Woche später steht dann Paris - Roubaix auf dem Menü. Die wichtigsten Fakten zum populärsten Eintagesrennen in Belgien gibt's hier im Überblick:
Die Strecke
Die «Ronde van Vlaanderen», ein Stück belgisches Kulturgut, wird zum 109. Mal ausgetragen. Gestartet wird in Brügge, die Strecke führt über die berühmt-berüchtigten Hellinge und Kasseien über knapp 270 km nach Oudenaarde. Die gepflasterten Anstiege am Oude Kwaremont und Paterberg könnten wieder einmal über den Ausgang des Rennens entscheiden.
Die Favoriten
Dabei steht vor allem das Duell der Superstars Tadej Pogacar und Mathieu van der Poel im Fokus. Die beiden letzten Gewinner sind die meistgenannten Sieganwärter. Nachdem Pogacar (UAE Team Emirates) vor zwei Wochen bei Mailand-Sanremo sich im ersten Monument des Jahres Van der Poel (Alpecin - Deceuninck) knapp geschlagen geben musste, sinnt der dreifache Tour-de-France-Sieger aus Slowenien nun auf Revanche. Zudem ist die Flandern-Rundfahrt für ihn die Hauptprobe für seine mit Spannung erwartete Premiere bei Paris – Roubaix.
Van der Poel könnte mit einem vierten Triumph zum alleinigen Rekordsieger der Flandern-Rundfahrt werden. Seit dem letzten Jahr steht der Niederländer auf einer Stufe mit Fabian Cancellara und fünf weiteren Dreifach-Siegern.
Die Schweizer
Mit Stefan Küng (Groupama-FDJ) gehört auch ein Schweizer zumindest zum erweiterten Kreis der Favoriten. Der Thurgauer, der sich einer guten Form erfreut, war in der Vergangenheit je einmal Fünfter (2022) und Sechster (2023). Ebenfalls auf der provisorischen Startliste stehen Küngs Teamkollege Johan Jacobs, Stefan Bissegger (Decathlon AG2R), Silvan Dillier (Alpecin-Deceuninck), Fabio Christen sowie die beiden Tudor-Fahrer Fabian Lienhard und Robin Froidevaux.
Die Frauen
Die Strecke der Frauen ist rund 100 km kürzer, das Finale präsentiert sich jedoch identisch mit jenem der Männer. Marlen Reusser beendete die Flandern-Rundfahrt bereits auf den Plätzen 5, 7 und 9. An ihre Teilnahme im letzten Jahr hat die Bernerin jedoch keine guten Erinnerungen. Bei einem Sturz nur 10 km nach dem Start zog sich Reusser einen Bruch des rechten Kieferknochens zu – es war der Anfang eines Seuchenjahrs, in dem sie nicht nur die Olympischen Spiele, sondern auch die Heim-WM auslassen musste. Für das Rennen am Sonntag sind nebst Reusser auch Elise Chabbey, Noemi Rüegg und Linda Zanetti gemeldet.