Zum Inhalt springen

In neue Sphären vorgestossen Gut-Behrami: «Das ist schon der Wahnsinn»

Trotz Müdigkeit hat Lara Gut-Behrami am Ende einer langen Saison noch einmal das Maximum herausgeholt.

Zu den Hauptdarstellerinnen im alpinen Zirkus gehört Lara Gut-Behrami schon längst. Nun hat sie es mit Podestrang Nummer 100 in einen erlauchten Zirkel geschafft, dem zuvor erst fünf Fahrerinnen angehört hatten. Vor ihr haben diesen Meilenstein die Amerikanerinnen Mikaela Shiffrin (156 Klassierungen unter den ersten drei) und Lindsey Vonn (138), die Österreicherinnen Annemarie Moser-Pröll (114) und Renate Götschl (110) sowie Vreni Schneider (101) erreicht.

Auf Männer-Seite hat lediglich ein Trio Selbiges geschafft, nämlich der Schwede Ingemar Stenmark (155), der Österreicher Marcel Hirscher (138) und dessen für Luxemburg gestarteter Landsmann Marc Girardelli (100).

Krönung einer tollen Saison

Zwei Tage nach ihrem grandiosen Triumph im Super-G und dem Gewinn der kleinen Kristallkugel sorgte Gut-Behrami mit dem Sieg, dem 10. in einem Weltcup-Riesenslalom, auch für das perfekte Ende eines Winters, der harzig begonnen hatte. Auf den Start in Sölden musste die Tessinerin nach einer hartnäckigen Grippe verzichten. Der Riesenslalom war danach ein Krampf. Mit den Rängen 13, 9 und 6 in Killington, Semmering und Kranjska Gora war Gut-Behrami ein schönes Stück entfernt von den eigenen Ansprüchen. Erst danach kam die Maschinerie ins Laufen.

Dass ich den letzten Riesenslalom der Saison gewinne, ist mir noch nie passiert.
Autor: Lara Gut-Behrami

«Heute Morgen habe ich mir überlegt: Es ist mir schon gelungen, dass ich den ersten Riesenslalom der Saison gewonnen habe. Dass ich den letzten gewinne, ist mir aber noch nie passiert», lachte die Tessinerin im SRF-Interview. Der Griff in die Motivations-Trickkiste funktionierte.

Gut-Behrami ist die einzige Frau, die in drei Disziplinen 10 oder mehr Weltcup-Siege vorzuweisen hat (24 im Super-G, 13 in der Abfahrt). «Das ist schon der Wahnsinn. Ich hätte nie gedacht, dass ich so eine Karriere haben würde.» Am Ende einer langen Saison habe der Kopf den Unterschied gemacht – denn müde seien alle Athletinnen gewesen.

Resultate

SRF zwei, Sportlive, 25.03.2025, 18:45 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel