Mehr als 2000 Bootsflüchtlinge sind nach Uno-Angaben in diesem Jahr auf dem Weg über das Mittelmeer nach Europa ums Leben gekommen. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum starben insgesamt 1607 Bootsflüchtlinge. Mit dieser Zunahme um fast einen Viertel wurde der Weg übers Mittelmeer laut der Internationalen Organisation für Migration IOM zur tödlichsten Route.
Die meisten Opfer habe es in den beiden Jahren in der sogenannten Strasse von Sizilien auf der Strecke zwischen Italien und Libyen gegeben, sagt IOM-Sprecher Itayi Virri. Von Schleppern eingesetzte, nicht seetüchtige Boote hätten erheblich zu den Opferzahlen auf dieser Strecke beigetragen.
Trotz der steigenden Opferzahlen hätten seit Januar insgesamt rund 188'000 Flüchtlinge und Migranten die Überfahrt gewagt, so Virri. Die meisten Flüchtlinge kamen in Griechenland und in Italien an. Allein in Griechenland seien es bisher schätzungsweise 97'000 Menschen gewesen. Fast dreimal so viel wie die dortigen Behörden im gesamten letzten Jahr gezählt hatten.