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Nach Aufhebung des Hausarrests Staatsanwaltschaft legt Berufung gegen Racketes Freilassung ein

  • Die Staatsanwaltschaft in Italien hat Berufung gegen die Freilassung von Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete eingelegt.
  • Die Behörde im sizilianischen Agrigent habe diese beim Kassationsgericht in Rom – Italiens oberstem Gericht – eingereicht.
  • Das berichteten italienische Nachrichtenagenturen übereinstimmend. Racketes Anwalt bestätigte dies.

Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer hatte zuvor erklärt, es sei unwahrscheinlich, dass Rackete wieder festgenommen werde. Sie war Ende Juni unerlaubt mit Dutzenden Flüchtlingen an Bord in den Hafen von Lampedusa gefahren.

Danach wurde die 31-jährige Deutschen festgenommen und unter Hausarrest gestellt. Diesen hob eine Ermittlungsrichterin in Agrigent jedoch wieder auf.

Die nun eingereichte Berufung sei unabhängig von der Vernehmung der Deutschen, heisst es. Gegen Rackete wird weiter wegen Beihilfe illegaler Einwanderung sowie Widerstandes gegen ein Kriegsschiff ermittelt. Deshalb wird sie am Donnerstag von der Staatsanwaltschaft in Agrigent verhört.

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