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Personelle Verschiebungen USA: Direktor des NSA-Geheimdienstes offiziell entlassen

  • Der Chef des US-Geheimdienstes NSA, Timothy Haugh, ist offiziell entlassen worden. Er war seit einem Jahr im Amt.
  • Über seine Entlassung war vorgängig in den Medien spekuliert worden.
  • Laura Loomer – eine rechte Aktivistin – soll bei US-Präsident Trump auf die Abberufung Haughs gedrängt haben

«Das Verteidigungsministerium dankt General Timothy Haugh für seine jahrzehntelangen Dienste für unsere Nation», teilte Pentagon-Sprecher Sean Parnell mit. Diese hätten mit Haughs Rolle als Befehlshaber des US-Cyberkommandos und als NSA-Direktor ihren Höhepunkt gefunden. Man wünsche ihm und seiner Familie alles Gute.

Damit bestätigte Parnell entsprechende Medienberichte. Unter anderem die «Washington Post» und der Fernsehsender NBC hatten zuvor unter Berufung auf informierte Kreise über die Entlassung berichtet.

Laut der «New York Times» soll die ultrarechte Aktivistin Laura Loomer bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump auf die Entlassung des NSA-Chefs gedrängt haben. Trump soll demnach Verteidigungsminister Pete Hegseth angewiesen haben, Haugh zu entlassen.

Kritik an der Absetzung

Die NSA ist einer der grössten Geheimdienste in den USA und untersteht dem Verteidigungsministerium. Die Behörde ist für die Überwachung und Entschlüsselung elektronischer Kommunikation zuständig.

Aus dem Lager der Demokraten im US-Repräsentantenhaus kam umgehend Kritik an der Personalie. Die Entlassung Haughs gefährde die Sicherheit des ganzen Landes, sagte Jim Himes, einer der führenden Köpfe im US-Verteidigungsausschuss, laut NBC. Er forderte demnach eine sofortige Erklärung für die Entscheidung.

SRF 4 News, 05.04.2025, 07 Uhr ; 

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