Wahlen im Kanton Zürich - Zürcher Wahlen: Kippt die Klima-Allianz?
Der Kanton Zürich wählt eine neue Regierung und ein neues Parlament. Welche Partei am meisten zulegen dürfte und welche Regierungsrätin um ihr Amt zittern muss: Die Übersicht zu den Zürcher Wahlen 2023.
Der bevölkerungsreichste Kanton der Schweiz wählt am 12. Februar eine neue Regierung und ein neues Parlament. Über 1,5 Millionen Menschen leben im Kanton Zürich, rund 930'000 davon sind wahlberechtigt. Die Ausgangslage für die Wahlen ist spannend, sowohl für den Regierungs- als auch für den Kantonsrat. Zudem ist das Ergebnis aus Zürich oft auch ein Indikator für die nationalen Wahlen.
Regierungsratwahlen: Angriff auf Silvia Steiner
Traditionell sitzen bisherige Regierungsräte fest im Sattel. Dieses Jahr allerdings könnte die Wahl für Bildungsdirektorin Silvia Steiner zur Zitterpartie werden. Die Mitte-Regierungsrätin findet sich in Umfragen auf dem siebten und letzten Platz – knapp vor der neuen Kandidatin Priska Seiler Graf von der SP. Die Nationalrätin aus Kloten will den Sitz zurückerobern, den ihre Partei durch den Austritt von Mario Fehr im Jahr 2021 verloren hat.
Diese Sieben wollen es noch einmal wissen
Zugesetzt haben dürfte Steiner vor allem der akute Lehrerinnen- und Lehrermangel. Dieses Thema sorgte in der Vergangenheit für zahlreiche Frontalangriffe auf die Bildungsdirektorin – obwohl die 64-Jährige Massnahmen getroffen und die Ausbildungsplätze an der Pädagogischen Hochschule erhöht hat. Nicht nur Seiler Graf, sondern auch die neuen Kandidaten von GLP und FDP äusserten sich kritisch.
Diese sechs Kandiddierenden wollen einen Sitz erobern
Auch wenn Silvia Steiner von allen Seiten angegriffen wird, dürfte sie gegenüber den Herausforderern leicht im Vorteil sein. Sie profitiert vom Bisherigen-Bonus. Reelle Chancen, Steiner in der Regierung abzulösen, dürfte einzig SP-Kandidatin Priska Seiler Graf haben. Die übrigen Kandidierenden, die neu in die Zürcher Exekutive wollen, sind vermutlich chancenlos. Die sechs Bisherigen, die allesamt nochmals kandidieren, müssen sich also kaum Sorgen machen.
Auch diese 5 Aussenseiter wollen in den Regierungsrat
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Die folgenden Kandidaten haben keine grosse Partei im Rücken, zum Teil auch keine politische Erfahrung. Ihre Wahlchancen liegen bei null. Wir stellen sie kurz vor. Wo vorhanden, ist ein Smartvote-Profil hinterlegt.
Josua Dietrich, (Freie Liste), 36. Der Corona-Massnahmen-Kritiker würde sich dafür einsetzen, dass die Corona-Politik der letzten drei Jahre genau aufgearbeitet wird.
Patrick Jetzer (Präsident Aufrecht), 51. Der Ärger über die Einschränkungen in der Coronapandemie machte ihn zum Kandidaten. Er hat für die Bewegung «Aufrecht» einen Sitz im Dübendorfer Parlament geholt.
Bernhard Schmidt (parteilos), 57, ist der Ansicht, die Kantonsregierung mache viel zu wenig gegen den Klimawandel. Es brauche jetzt ein radikales Umdenken und Handeln.
Peter Vetsch (parteilos), 57. Er findet, die Politik sei zu abhängig von Konzernen, Verbänden und der Kirche. Er möchte sich für Mindestlöhne oder Gratis-Krippen einsetzen. Smartvoteprofil
Florian Wegmann, 18. Der politikinteressierte KV-Lehrling sagt, es brauche den Input der Jungen. Politisch lässt er sich nicht einordnen. Eine gesunde Zürcher Wirtschaft ist ihm genauso wichtig wie eine verantwortungsvolle Umweltpolitik.
Auch die Zusammensetzung im Zürcher Kantonsrat könnte sich entscheidend verändern. Auf der Kippe steht hier die so genannte Klima-Allianz von SP, AL, Grünen, GLP und EVP. Aktuell vereinen diese fünf Parteien 93 der 180 Sitze im Kantonsrat auf sich. Bei Umweltthemen spannen sie zusammen. Ihre knappe Mehrheit könnte fallen.
Gemäss Umfragen verlieren die beiden Linksparteien SP und Grüne Wähleranteile. Vor allem die Sozialdemokraten dürften Sitze verlieren. Die Grünliberalen hingegen haben in den Erhebungen sehr gut abgeschnitten. Nur wenn es ihnen gelingt, die Verluste aufzufangen, könnte die Klima-Allianz ihre knappe Mehrheit behalten.
Politologen gehen davon aus, dass vor allem die bürgerlichen Parteien bei den Wahlen für den Kantonsrat zulegen können. Dies habe damit zu tun, dass linke Themen wie etwa der Klimaschutz nicht mehr ganz so dominant seien wie noch vor vier Jahren. Aktuell beschäftige die Schweiz und den Kanton Zürich vor allem der Krieg in der Ukraine, die steigenden Flüchtlingszahlen und die Wirtschaft mit der Teuerung. Diese Themen werden hauptsächlich von bürgerlichen Parteien bewirtschaftet.
So dürften neben der GLP auch FDP, SVP und allenfalls die Mitte Wähleranteile dazugewinnen. Bei den Kleinparteien AL und EVP gehen Experten davon aus, dass sie ihre Stärke in etwa halten werden.
Am 12. Februar wählen die Zürcher Stimmberechtigten ihre Regierung und das Kantonsparlament neu. Eine Übersicht zu den Wahlen im Kanton Zürich finden Sie hier.
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