Zum Inhalt springen

Wohnungsbau in der Schweiz Wohnungsnot: Der Baumeisterverband schlägt Alarm

  • Der Schweizer Baumeisterverband (SBV) spricht von Alarmzeichen: Bereits 2025 drohe landesweit ein Wohnungsleerstand von unter einem Prozent.
  • Es werden deutlich weniger Wohnungen gebaut als nötig, warnt der SBV. Damit werde auch der Leerstand abnehmen.
  • 50'000 Neuwohnungen werden 2025 nachgefragt, so das Bundesamt für Wohnungswesen BWO.

Bis sich die Bautätigkeit sichtlich erholt, dürfte es zudem noch dauern: «Die Zinssenkungen brauchen Zeit, um ihre Wirkung zu entfalten», sagt SBV-Zentralpräsident Gian-Luca Lardi anlässlich einer Medienkonferenz.

Wohnungsbau nimmt 2025 nur leicht zu

Konkret rechnet der SBV gemäss dem Bauindex mit einem Umsatzplus von nur 0.2 Prozent im Jahr 2025. Für das erste Quartal 2025 zeichne sich noch ein Umsatzrückgang von 1.8 Prozent zum Vorjahresquartal ab. Wird nur der Wohnungsbau angeschaut, rechnet der Index gar mit einem Umsatzrückgang von 4 Prozent.

Zwar dürfte sich die Bautätigkeit insgesamt bis Ende Jahr wieder erholen. Konkret wird beim Wohnungsbau aber für die zweite Jahreshälfte 2025 nur mit einer leichten Zunahme gerechnet.

Leerstand von unter einem Prozent

In absoluten Zahlen bedeutet das laut SBV, dass in diesem Jahr rund 42'000 neue Wohnungen entstehen dürften. Die Nachfrage liege aber gemäss dem Bundesamt für Wohnungswesen bei 50'000 Neuwohnungen.

Stadtansicht mit Fluss, Baukränen und Hochhäusern.
Legende: Der Wohnungsbau kann laut SBV im Jahr 2025 nicht mit der Nachfrage mithalten. Hier zu sehen ist die Baustelle beim Escher-Wyss-Platz in Zürich. (11.3.2024) KEYSTONE / Christian Beutler

«Daher dürfte der Leerstand abermals abnehmen und unter ein Prozent fallen», sagt Lardi. Der Baumeisterpräsident findet daher klare Worte und spricht von «Alarmzeichen»: «Es bräuchte Reformen, welche dem Bau- und Immobilienmarkt mehr Freiheiten gewähren», so Lardi.

SRF 4 News, 2.4.2025, 11:30 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel