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Lärm von Auspuffanlagen Bundesrat sagt Autoposern den Kampf an

  • Der Bundesrat sagt Autoposern den Kampf an: Unnötiger Lärm von Auspuffanlagen soll ab dem nächsten Jahr ausdrücklich verboten werden.
  • Die Landesregierung hat unter anderem die sogenannten «Pop and Bang»-Knalle in die Liste der «zu vermeidenden Geräusche» aufgenommen.
  • Der Bundesrat hat dazu die Vorschriften zur vermeidbaren Lärmbelästigung entsprechend aktualisiert, wie er mitteilte.

Die Knallgeräusche werden in der Tuning-Szene durch Fehlzündungen, durch die Wahl eines entsprechenden Sportmodus, durch unnötiges Schalten oder durch abrupte Gaswegnahme ausgelöst.

Gelbes Sportauto auf der Strasse, Audi im Hintergrund.
Legende: Die Landesregierung will den Lärm von Auspuffanlagen in die Liste der «zu vermeidenden Geräusche» aufnehmen. Keystone/ Christian Beutler

Dieser Lärm sei besonders laut und störend, teilte der Bundesrat mit. Er habe deren Verbot deshalb in die Verkehrsregelnverordnung aufgenommen.

Die Anpassung erfolgte im Rahmen der Umsetzung einer Motion aus dem Nationalrat. Zudem will der Bundesrat die bestehenden Sanktionen verschärfen und die Busse «für das unnötige Laufenlassen des Motors» von 60 auf 80 Franken erhöhen. Neue Ordnungsbussen will er aber nicht einführen, wie er weiter schreibt.

Vorläufig noch keine Lärmblitzer

Box aufklappen Box zuklappen

Die Einführung von sogenannten Lärmblitzern wird noch verschoben. Zwar sei ein Pilotprojekt in Genf erfolgreich verlaufen, und die getesteten Lärmblitzer hätten laute Fahrzeuge erfolgreich identifizieren können, sagte der Bundesrat.

Die Schaffung der rechtlichen Grundlagen sei jedoch «mit Herausforderungen verbunden». Dazu gehörten vor allem unterschiedliche gesetzliche Lärmgrenzwerte je nach Alter der Fahrzeuge, der Fahrzeugkategorie und das Fehlen einer Lärmanzeige im Fahrzeug. Letztere wäre nämlich notwendig, um die Überschreitung eines Grenzwerts erkennen zu können.

Der Bundesrat will deshalb die Machbarkeit der Einführung von Lärmblitzern weiter abklären. Erst danach will er einen allfälligen Auftrag zur Schaffung von Rechtsgrundlagen erteilen.

Ein Versuch mit Lärmblitzern ist auch in Zürich geplant, wie im Juli bekannt wurde. Auch das Stadtparlament verlangte einen Versuch mit den Geräten. Allerdings war noch offen, wann die ersten Geräte installiert würden.

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