Zum Inhalt springen

60 statt 120 Kündigungen Berner Inselspital halbiert Anzahl der angekündigten Entlassungen

  • Von den angekündigten 120 Entlassungen wird das Berner Inselspital gemäss Präsident Bernhard Pulver maximal die Hälfte aussprechen müssen.
  • Bisher sprach die Insel-Spitalgruppe im Verwaltungsbereich 35 Kündigungen aus, wie Pulver im Interview mit den Berner Tamedia-Zeitungen sagte.

Rund 25 Kündigungen könnten laut Pulver noch bevorstehen. «Wir versuchen, die Reduktion des Personals vor allem über die Fluktuation zu erreichen», sagte der Verwaltungsratspräsident der Insel Gruppe im Gespräch mit «Berner Zeitung» und «Der Bund». Die Fluktuation sei nicht höher als in anderen Spitälern.

Krankenhauseingang mit Notfallzeichen.
Legende: Letzten Herbst war die Rede von 120 Stellen, die abgebaut werden sollen – nun sind es noch 60. SRF/Catherine Thommen

Die Gruppe hatte im September 2024 den Abbau von bis zu 120 Stellen angekündigt. Weiterhin gelte die Vorgabe, dass alle Bereiche rund fünf Prozent der Personalkosten einsparen, sagte Pulver.

Neben der natürlichen Fluktuation habe das Inselspital in der Medizin und Pflege beim Temporärpersonal gespart. «Allerdings ist es schwierig, in der Medizin und im Gesundheitsbereich Personal abzubauen», sagte der Präsident. Man wolle schliesslich die Betten offen halten.

Verlust verringert

Die Insel Gruppe schloss das Jahr 2024 im Spitalbetrieb mit einem Defizit von 51 Millionen Franken ab, wie die Gruppe am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahr hatte der Verlust noch ganze 120 Millionen Franken betragen.

«Wir gehen aber davon aus, dass wir ab nächstem Jahr wieder in die schwarzen Zahlen kommen», sagte Pulver im aktuellen Interview. Die Publikation der Konzernrechnung der Insel Gruppe 2024 erfolgt am 19. März.

SRF 4 News, 15.02.2025, 4 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel